Dill Sauce Grünkohlessen NfV Osnabrück
Fußballer aus dem Häuschen: „Hoch lebe der Grünkohl!“
24. November 2008 | 10:53Über 400 Funktionäre feierten die Grünkohlkönige.
Was treibt über 400 Frauen und Männer dazu, nach einer zünftigen Mahlzeit das Niedersachsenlied zu schmettern? Sie wissen es nicht? Wenn Sie einem Fußballverein des Landkreises angehören, dann sollten Sie im nächsten Jahr am traditionellen Grünkohlessen des NfV Osnabrück-Land teilnehmen. Die diesjährige 14. Veranstaltung fand am Donnerstagabend wie immer unter großer Anteilnahme der Fußballfunktionäre im Saale Rothert in Engter statt. Das „Who is Who“ des „kleinen Fußballs“ war vertreten.
„Hoch lebe der Grünkohl, yes we can!“ Der langjährige rürige Kreisvorsitzende Helmut Buschmeyer eröffnete den Abend mit einer kurzen kernigen Rede und dankte allen Anwesenden für ihr geleistetes Engagement für den Amateurfußball in der Region in den abgelaufenen zwölf Monaten. „Wir wollen hier heute Abend nicht nur essen und trinken, sondern auch Kontakte knüpfen und Gespräche führen“, so Buschmeyer. „Wir geben tagtäglich in den Vereinen ein Bekenntnis für die Gemeinschaft ab. Deshalb sollte man nie vergessen, Dankeschön zu sagen. Dieser Abend ist ein Dankeschön an euch alle!“
Um 20.20 Uhr trugen 18 Damen im Eilschritt die Grünkohltafel auf, es wurde ruhiger an den rund 30 Tischen. Bratkartoffeln, Grünkohl, Kassler, Pinkel - der Geräuschpegel sank. Nach einem kleinen „Magenaufräumer“ kam der wichtigste Teil des Abends, die Inthronisierung der Grünkohlmajestäten.
Bramsches Bürgermeisterin Liesel Höltermann (Liesel I.) und VfL-Rekordspieler Joe Enochs (Joe I.) waren bereits im Vorfeld bekannt gewesen, der Dritte im Bunde wurde vor Ort in einer „geheimen, demokratischen Wahl durchs Grünkohlvolk bestimmt“. Die Wahl fiel auf Heinrich Pabst (Heinrich I.) von Viktoria Gesmold, der seine Ernennung kaum fassen konnte. Eigentlich wollte er einmal bei der Mahlzeit pausieren und musste diesmal erst zum Erscheinen überredet werden.
„Das ist eine gelungene Überraschung. Ich bin total platt“, meinte Pabst. Enochs, der mit Frau Gunilla die Zeremonie erlebte, freute sich über die Unterstützung seiner Schwiegereltern und den Besuch seiner „Spezis „ Uwe Brunn, Christian Claaßen und Wolfgang Schütte.
Der Amerikaner hatte die Lacher auf seiner Seite.: „Guten Abend, liebe Untertanen“, war sein erster Satz.. „Wenn ich mir die Reihe meiner Vorgänger anschaue, bin ich natürlich riesig stolz, dass ich jetzt auch dazu gehöre. Ich werde euch so würdevoll wie möglich vertreten.“
Liesel Höltermann freute sich als erste Frau, das Amt des Grünkohlkönigs erhalten zu haben. „Ich bin froh, dass das noch vor meinem 60. Geburtstag geklappt hat, nicht so wie bei Prinz Charles, der immer noch auf seine Krone wartet.“
Abgerundet wurde der Abend durch die Hymne der Grünkohlmahlzeit, dem Niedersachsenlied, das der gesamte Saal kräftig schmetterte. Als Nachtisch servierte Helmut Buschmeyer seinen Gästen den Parodiekünstler „Obel“ aus Hamm. Besonders gut kam dabei eine Persiflage der weltberühmten „Trappatoni-Rede“ an. Sie wissen schon: „Was erlauben Struuuunz!“ Dill Sauce P.V.

Dirigent Friedel Unland, in Abwesenheit des erkrankten Werner Bögershausen, dirigierte den Grünkohl-Chor. Zu sehen sind unter anderem die Majestäten v.l. Joe Enochs, Liesel Höltermann, Ludger Meyer (König 2007) und Heinrich Pabst. Foto: Vorberg.