Bundesmodellprojekt für Suchtgefährdete Caritasverband Osnabrück Selbstkontrolltraining SKOLL
BU: Caritas-Geschäftsbereichsleiter Conrad Tönsing, die SKOLL-Bundeskoordinatorin Sabine Bösing, die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing und der Osnabrücker Caritasdirektor Franz Loth (v. lks.) präsentieren die Materialien zum neuen Selbstkontrolltraining “SKOLL”.
16. Februar 2009 | 13:04„SKOLL“ auf die Verantwortung!
Caritasverband Osnabrück startet mit Unterstützung der Bundesdrogenbeauftragten Bundesmodellprojekt für Suchtgefährdete
Berlin, 11.02.2009. 36 Millionen Deutsche haben ein Problem mit Zigaretten, Alkohol, Glücksspiel, dem Internet und anderen Konsum- oder Verhaltensweisen, die eine Suchtgefahr bergen. Diese Hochrechnung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen macht vor allem eines deutlich: Wir leben in einer Gesellschaft, in der der Gebrauch psychoaktiver Substanzen oder verhaltensbezogener Stimulation nicht weg zu denken ist.
Wenn man diese Realität ernst nimmt, ist es Aufgabe von Suchthilfe und Politik, möglichst frühzeitig Gefahren zu identifizieren und Beratungs- und Hilfemodelle zu entwickeln, die sehr früh ansetzen und Menschen in ihren Lebensumständen und Vorlieben ernst nehmen.
Die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing formuliert deshalb: “Auch wenn im letzten Jahr der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis bei Jugendlichen in Deutschland leicht zurückging, er bleibt noch immer zu hoch, er beginnt zu früh, er verfestigt sich zu schnell. Und damit besteht die Gefahr, dass sich eine Abhängigkeit entwickelt, mit weitreichenden Folgen für die Betroffenen und deren Angehörige. Deshalb unterstützte ich vielfältige Maßnahmen zur Suchprävention. Dennoch können wir nicht die Augen davor verschließen, dass riskanter Konsum von Suchtmitteln stattfindet. Das muss nicht zwangsläufig in Abhängigkeit münden. Es gibt mittlerweile wirksame Möglichkeiten der frühzeitigen Hilfen, um diese Entwicklung zu vermeiden.”