CKM Palliativmedizin MelleNiels-Stensen-Kliniken Christlich SPES VIVA
Melle/Medizin:Neuer Palliativbereich mit Wanderausstellung
30. März 2009 | 11:14In den Niels-Stensen-Kliniken Christliches Klinikum Melle (CKM) ist ein neuer SPES-VIVA-Palliativbereich eingerichtet worden. Er wurde jetzt mit einer Wanderausstellung eröffnet, die bis zum 27. April über die Institution SPES VIVA und damit zusammenhängend über die Themen Sterben, Tod und Trauer informiert. Sie dokumentiert auf 17 Tafeln die Arbeit von SPES VIVA.
In den Niels-Stensen-Kliniken Christliches Klinikum Melle (CKM) ist ein neuer SPES-VIVA-Palliativbereich eingerichtet worden. Er wurde jetzt mit einer Wanderausstellung eröffnet, die bis zum 27. April über die Institution SPES VIVA und damit zusammenhängend über die Themen Sterben, Tod und Trauer informiert. Sie dokumentiert auf 17 Tafeln die Arbeit von SPES VIVA.
Dass SPES VIVA jetzt auch im CKM zu Hause ist, bezeichnete Mareile Greiser, Pflegedirektorin des Christlichen Klinikums, als eine „große Ehre und Verpflichtung für uns in unserer täglichen Arbeit“.
Der Vorsitzende des Fördervereins SPES VIVA, 1. Kreisrat Dr. Reinhold Kassing, sagte, mit dem neuen Palliativbereich im CKM werde ein weiterer Schritt gemacht, immer mehr Menschen in ihren letzen Tagen ein würdevolles Leben zu ermöglichen.
CKM-Geschäftsführer Edmund Glüsenkamp betonte: „Für uns ist es Ehrensache, Anspruch und Herausforderung zugleich, der Marke SPES VIVA gerecht zu werden und dankte allen Beteiligten.“
Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Ärztlicher Direktor der Niels-Stensen-Kliniken Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln und Franziskus-Hospital Harderberg, ging in seiner Eröffnungsansprache auf die von ihm gegründete und mittlerweile an zwölf Kliniken etablierte Institution SPES VIVA ein: „SPES VIVA will seit jeher den Tod in das Leben stellen.“ Dieser solle dabei weder beschleunigt noch hinausgezögert werden.
In diesem Sinne ist auch die neue Palliativeinheit im Christlichen Klinikum Melle nach den Worten von Prof. Dr. Hardinghaus für die akute Krisenintervention bei stärksten Schmerzen und Nöten da, die ambulant nicht beherrscht werden können. Nach der Behandlung durch ein multiprofessionelles Team und Begleitung durch ehrenamtliche Hospizhelfer sei das Ziel - im Vergleich zum stationären Hospiz - die Entlassung des Patienten.
Einen breiten Raum nimmt dabei die Begleitung von Angehörigen ein. Prof. Dr. Hardinghaus forderte: „Der Hospiz- und Palliativgedanke muss überall dort Einzug halten, wo Menschen sterben, egal ob das zu Hause, in einem Pflegeheim oder in einem Krankenhaus ist.“ Für die Hospiz- und Palliativarbeit sei hohe fachliche Kompetenz und eine besondere menschliche sowie auch weltanschauliche Basis wichtig. „Diese Eigenschaften sind diesem Hause in hervorragender Weise vorhanden“, bescheinigte der Ärztliche Direktor dem Christlichen Klinikum Melle.
Dr. Klaus-Peter Spies, CKM-Chefarzt für Innere Medizin, hat die Gesamtleitung des SPES-VIVA-Teams im CKM übernommen: „Ich freue mich über die neue Palliativeinheit“, sagte er. Sie habe durch den herausragenden Einsatz der Mitarbeiter eingerichtet werden können. Das multiprofessionelle Team im CKM gebe SPES VIVA sein Leben und sein Gesicht: „Wir möchten unsere Patienten hier in Wärme und Geborgenheit hüllen.“ Dazu trügen die Palliativzimmer und Angehörigenzimmer bei. Die ambulante Hospizinitiative Melle habe sich zudem sofort bereit erklärt, mitzuwirken. So könne eine umfassende stationäre und ambulante Begleitung gewährleistet werden, je nachdem wie der Patient es sich wünsche. (PA)