Marinhospital Osnabrück neue Operationsmethoden an der Schilddrüse Prof. Dr. Christoph Nies Schilddrüsenoperation fast ohne Narbe
Osnabrück/Medizin:Schilddrüsenoperation fast ohne Narbe
20. April 2009 | 16:58ast jede Operation hinterlässt Narben. Viele Patienten scheuen aus diesem Grund den notwendigen Eingriff an der Schilddrüse. „Die heutigen Narben sind mit den früher üblichen sogenannten Kollie-Schnitten am Hals nicht mehr vergleichbar“, so Prof. Dr. Christoph Nies, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie der Niels-Stensen-Kliniken, Marienhospital Osnabrück.
Fast jede Operation hinterlässt Narben. Viele Patienten scheuen aus diesem Grund den notwendigen Eingriff an der Schilddrüse. „Die heutigen Narben sind mit den früher üblichen sogenannten Kollie-Schnitten am Hals nicht mehr vergleichbar“, so Prof. Dr. Christoph Nies, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie der Niels-Stensen-Kliniken, Marienhospital Osnabrück.
Dank neuer Operationsmethoden könne der Schnitt sogar auf zwei bis drei Zentimeter verkürzt werden. Möglich sei dies durch die sogenannte Schlüssellochoperation mit Spezialinstrumenten und einer Videokamera. Der Schnitt werde in eine Hautfalte gelegt und mit einem von außen nicht sichtbaren Faden verschlossen. Auf diese Weise sei die Narbe oftmals nach einigen Monaten nicht mehr zu sehen, so der Mediziner. Im Gegensatz zu vielen anderen Methoden (zum Beispiel Operation durch die Achselhöhle oder Brustwarze) sind hierzu einige klinische Studien durchgeführt worden. Diese belegen einen hohen operativen Standard und eine große Patientensicherheit. So können zum Beispiel per Neuromonitoring die Stimmbandnerven erkannt und unbeschädigt bleiben. Prof. Dr. Nies betont, dass für diese Methode nur relativ kleine Befunde in Frage kommen. Dabei spiele es hingegen keine Rolle, ob nur eine Seite oder die gesamte Schilddrüse betroffen sei. (PA)