Caritas Osnabrück proCumCert-Zertifizierungsgesellschaft proCumCert“-Prüferin Daniela Söhner Suchtprävention Osnabrück
Osnabrück/Soziales: Innovativ, an den Belangen der Kunden orientiert
26. April 2009 | 19:46Ambulante und stationäre Einrichtungen der Caritas-Suchthilfe weisen hohe Qualiät durch unabhängige Prüfinstanz nach.
Wenn die Hilfebedürftigkeit groß ist, müssen Menschen in Not sicher sein können, dass sie optimale Hilfe erhalten. Suchtkranke können sich darauf verlassen, dass sie bei den Suchthilfe-Einrichtungen der Caritas in guten Händen sind. Dies hat die unabhängige „proCumCert-Zertifizierungsgesellschaft“, eine unabhängige Kontrollinstanz für Krankenhäuser und soziale Einrichtungen, bescheinigt.
Nach einem intensiven Prüfverfahren hat „proCumCert“-Prüferin Daniela Söhner vier stationären Einrichtungen und den beiden Fachambulanzen für Suchtprävention und Rehabilitation die Urkunden überreicht, in denen eine hohe Qualität der Arbeit bescheinigt werden. Darüber hinaus bestätigt Frau Söhner den Fachkliniken Nettetal (Wallenhorst), Emsland (Sögel) und Holte-Lastrup St. Josef-Stift und dem Theresien-Haus Glandorf, dass die „Management Anforderungen, ArbeitsSchutz“ der „Bundesgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege“ (MAAS-BGW) bestens erfüllt sind. Damit können Mitarbeiter und Patienten der Einrichtungen sicher sein, dass die Arbeitsplätze alle gesetzlichen Anforderungen des Arbeitsschutzes erfüllen – eine Gewissheit, die sich positiv auf die Arbeit in den stationären Einrichtungen auswirkt..
Insgesamt, so Daniela Söhner in ihrem Prüfbericht, stellt sich die Suchthilfe des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück e.V., „als innovatives, an den Belangen der Kunden orientiertes Unternehmen“ dar.
Die Formulierungen klingen technisch und kompliziert, die Effekte sind für Hilfesuchende und Mitarbeiter von großer praktischer Bedeutung. Nur da, wo die Beratung und Behandlung reibungslos funktioniert und alle Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand des Wissens sind, kann Hilfe schnell und wirksam geleistet werden. Caritas-Geschäftsbereichsleiter Conrad Tönsing beschreibt die Herausforderung: „Um unseren Patienten optimal helfen zu können, müssen wir unsere Arbeit so organisieren, dass sie den Anforderungen der hilfesuchenden Menschen und unserer Kooperationspartner und Kostenträger entspricht. Gleichzeitig müssen wir eine Fülle gesetzlicher Bestimmungen beachten. Und nicht zuletzt haben wir den Anspruch, sensibel und schnell auf neue Hilfebedarfe zu reagieren.“
Tönsing ergänzt: „Wenn wir davon sprechen, dass bei uns der Mensch im Mittelpunkt steht, denken wir dabei nicht nur an unsere Patienten. Das beste Konzept wird erst dann lebendig, wenn es von unseren Mitarbeitern engagiert umgesetzt wird. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Arbeitsplatz so gestaltet ist, wie es der Gesetzgeber fordert und wie es nötig ist, damit man gerne zur Arbeit kommt.“ Dazu gehört z.B. die Veränderung von Arbeitsräumen, um Störungen zu reduzieren, eine aktive Gesundheitsförderung inklusive Stressmanagement oder eine Arbeitssituationsanalyse. Conrad Tönsing beschreibt klar das Ziel dieser Aktivitäten: „Wir wollen nicht nur sehr gute Hilfe leisten, sondern auch ein attraktiver Arbeitgeber sein.“
Für die stationären Einrichtungen ist die Zertifizierung durch „proCumCert“ eine Bestätigung der Bemühungen, die seit 2006 unternommen werden. Damals wurden die Fachklinken Nettetal, Emsland und Holte-Lastrup und das Theresien-Haus erstmals überprüft. Um das Zertifikat weiter führen zu dürfen, müssen sich die Häuser einer jährlichen „Rezertifizierung“ unterziehen. Neu für die stationären Einrichtungen ist in diesem Jahr die Begutachtung nach „MAAS-BGW“, die den Arbeitsschutz in den Blick nimmt.
Die Fachambulanzen Osnabrück und Emsland sind in diesem Jahr erstmals durch „proCumCert“ zertifiziert worden.
(PA)