2000 Jahre Nachrichten aus dem Krieg Ausstellung Bedrohung auf der Medienagenda - Krisenkommunikation im Bilderschlachten Dr. Georg Ruhrmann Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück
2000 Jahre Nachrichten aus dem Krieg
2. Juni 2009 | 11:44Vortrag zu BILDERSCHLACHTEN.
Wie wenig bisher über die Wechselwirkung zwischen medialer Berichterstattung und politischen Entscheidungsprozessen in Krisensituationen bekannt ist, zeigt eine Vortragsveranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Bilderschlachten – 2000 Jahre Nachrichten aus dem Krieg“. Der Vortrag „Bedrohung auf der Medienagenda - Krisenkommunikation im Nachrichtenprozess“ von Prof. Dr. Georg Ruhrmann von der Friedrich-Schiller-Universität Jena findet am Donnerstag, den 4.Juni 2009 um 19 Uhr in der Kunsthalle Dominikanerkirche in Osnabrück statt. Veranlassen zunehmend die Medien, vor allem Fernsehen und Internet krisenhafte Zuspitzungen? Und wie verhalten sich Politiker medial als Krisenmanager?Der Vortrag will zeigen, wie sich Bedrohungsszenarien im Nachrichtenprozess entwickeln können. Dazu wird analysiert, wie politische und mediale Akteure internationale Krisen und Konflikte wahrnehmen, interpretieren und mit Nachrichtenwert versehen. Gesprochen werden soll auch über die Auswahlkriterien, nach denen internationale Konflikte und Krisen nicht wahrgenommen und kommuniziert werden. Interessant sind dabei internationale Vergleiche und Langzeitbeobachtungen. Dabei ist von einem typischen Verlauf internationaler Krisen in vier Phasen (Prävention, Eskalation und Management, Lösung, Aussöhnung) auszugehen.
Prof. Dr. Georg Ruhrmann hat 1994 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster habilitiert und seit 1998 den Lehrstuhl „Grundlagen medialer Kommunikation und Medienwirkung“ an der Friedrich-Schiller Universität Jena inne. Er wurde 1995 ausgezeichnet mit dem Preis der Schader-Stifung, erhielt 2003 einen Ruf an den Lehrstuhl Kommunikationswissenschaft an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen / Nürnberg und war von 2003 bis 2007 Mitglied in der Versammlung der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM). Seit 2008 ist er Mitglied im Sprecherrat des Forschungszentrums „Laboratorium Aufklärung“ an der FSU Jena. Die Vortragsveranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Friedensforschung statt und kostet 5? bzw. 3 ? ermäßigt. Weitere Informationen zur Ausstellung „BILDERSCHLACHTEN - 2000 Jahre Nachrichten aus dem Krieg“ finden Sie unter www.bilderschlachten.de. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums, des EMAF, der Kunsthalle Dominikanerkirche und des Museums Industriekultur und läuft bis zum 4. Oktober. (PA)