Dr. Reinhold Kassing Förderschulen Finanzierung der Schulsozialarbeit Landkreis Osnabrück Melle Wiehengebirgsschule
Förderschulen erhalten wirksame Unterstützung
2. Juni 2009 | 12:12Landkreis Osnabrück sichert Finanzierung der Schulsozialarbeit an Förderschulen.
212000 Euro für die Schulsozialarbeit an Förderschulen: Dank dieser finanziellen Unterstützung des Landkreises Osnabrück können die Förderschulen ihren Schwerpunkt Lernen im Jahr 2009 finanzieren. Das teilte der Erste Kreisrat Dr. Reinhold Kassing jetzt bei einem Besuch in der Wiehengebirgsschule in Melle mit. „Wir sehen die große Wirksamkeit dieses Hilfeangebotes, gerade auch in präventiver Hinsicht. Deshalb stellen wir die Finanzierung sicher, auch wenn das Land eigentlich in der Pflicht wäre, die Schulsozialarbeit zu finanzieren“, so Kassing.
Kassing besuchte in der Wiehengebirgsschule in Melle das Schülercafe. Die Begleitung der Schülerinnen bei der Organisation des Cafés zählt zu den Aufgaben der Schulsozialarbeiterin Christa Schierbaum. Einmal in der Woche bieten acht Schülerinnen der achten und neunten Klasse belegte Brötchen und Getränke in den Pausenzeiten an. Schulleiterin Elisabeth Katzer hält das Angebot für äußerst sinnvoll, weil es Fähigkeiten der Schülerinnen aufgreift und ausbaut: „Im Unterricht sind manche Inhalte langweilig. Im Schülercafé aber wird zum Beispiel das Rechnen bei der Buchführung interessant, denn die Anforderung kommt aus der Praxis und macht viel mehr Spaß.“ Teamgeist, Freundlichkeit oder hauswirtschaftliche Fähigkeiten: Für Elisabeth Katzer ist das Schülercafé ein idealer Lernort. Zudem leisten die Schülerinnen einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt der Schulgemeinschaft. Unverzichtbar sei dabei das Engagement von Schulsozialarbeiterin Christa Schierbaum, so die Schulleiterin. „Frau Schierbaum leitet an, motiviert und baut, wenn nötig, Brücken. Sie schafft auf breiter Ebene Vertrauen, und das ist für die Schülerinnen und für unsere Arbeit enorm wichtig.“
Seit dem 1. September 2005 führen der caritative Fachverband „IN VIA – Diözesanverband Osnabrück“ und der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück die Schulsozialarbeit an den sieben Förderschulen in Trägerschaft des Landkreises Osnabrück durch. An jeder Schule ist eine Sozialpädagogin mit einer halben Stelle tätig. Zu den sozialpädagogischen Angeboten und Hilfen der Schulsozialarbeit gehören auch die Beratung der Schülerinnen und Schüler, die sozialpädagogische Gruppenarbeit, Freizeitangebote, die Mitwirkung in Unterrichtsprojekten und in schulischen Gremien sowie die Vernetzung im Gemeinwesen. Die förderliche Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf bildet in der inhaltlichen Arbeit mit den Jugendlichen einen Schwerpunkt.
Günter Sandfort (Caritasverband) und Sylvia Blaschczok (IN VIA) dankten Kassing für die sehr kooperative Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und den Schulen sowie für die erhebliche finanzielle Unterstützung. „Die Entscheidung des Landkreises zur Finanzierung der Schulsozialarbeit ist eine wichtige Investition in die Zukunft, denn präventive Hilfen sind besser und wirtschaftlicher, als nachträgliche kostenintensive Reparaturen, wenn das Kind sprichwörtlich schon in den Brunnen gefallen ist,“ so Sandfort. „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass das Land seinem Finanzierungsversprechen nachkommt und an das Wahlversprechen der CDU erinnern“, ergänzte Sylvia Blaschczok. (PA)
Einhelliges Urteil: „Sehr empfehlenswert!“: Sylvia Blaschczok, Dr. Reinhold Kassing, Günter Sandfort, Koordinatorin Carina Heering und Elisabeth Katzer (sitzend, von links) überzeugen sich vom Service und der Qualität des Schülercafés in der Wiehengebirgsschule. Foto: privat
