Axel Möcke-Markus bundesweiten Aktionswoche Alkohol? Kenn dein Limit Niels-Stensen-Kliniken Christliches Klinikum Melle Suchtselbsthilfeverband Kreuzbund
Melle/Aktionswoche: Alkohol wo und wann?
8. Juni 2009 | 17:09Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland trinken zuviel Alkohol, davon gelten 1,3 Millionen als alkoholabhängig. Angesichts dieser Besorgnis erregenden Zahlen beteiligt sich auch in Melle der Suchtselbsthilfeverband Kreuzbund in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband und dem Diakonischen Werk an der bundesweiten Aktionswoche Alkohol? Kenn dein Limit.
Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland trinken zuviel Alkohol, davon gelten 1,3 Millionen als alkoholabhängig. Angesichts dieser Besorgnis erregenden Zahlen beteiligt sich auch in Melle der Suchtselbsthilfeverband Kreuzbund in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband und dem Diakonischen Werk an der bundesweiten Aktionswoche Alkohol? Kenn dein Limit.
Dazu sind folgende Aktionen geplant: Am Samstag, 13. Juni, findet der Samstagsgottesdienst um 18.30 Uhr in den Niels-Stensen-Kliniken Christliches Klinikum Melle als ökumenischer Suchtgottesdienst statt. Am 14. Juni wird ab 10 Uhr am und um dem Ludwigsee bei Gesmold ein alkoholfreies Bosselturnier veranstaltet. Interessierte Gruppen von sechs bis acht Personen können sich bis zum 10. Juni unter Telefon 0160/92757275 anmelden. Es winken viele Preise und auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Startgeld pro Person: Drei Euro.
In der Realschule „Ratsschule“ am Reinickendorfer Ring 6 wird am 15. Juni in drei neunten Klassen Suchtprävention angeboten. Die Schüler erfahren, wie man durch den Konsum von Alkohol zum Alkoholiker wird. Zwei Weggefährten der Kreuzbundgruppe erzählen ihre Lebensgeschichte, eine weitere Weggefährtin berichtet, wie es ihr mit ihrem alkoholkranken Vater erging. Anschließend gibt es mit den Schülern eine offene Diskussion.
Im Rahmen einer Telefonaktion können sich Interessenten am 16. Juni von 18 Uhr bis 23 Uhr unter den Telefonnummern (0160/92757275 und 05422/9625950) erkundigen, wo sich Bürger über das Thema Sucht informieren können. Außerdem können sie sich am 17. Juni von 16 Uhr bis 20 Uhr im Katholischen Gemeindehaus über Fragen der Sucht und den Weg daraus sich zu informieren. Dort wird am 18. Juni um 19.30 Uhr ein Film über das Stück „Morgen hör ich auf“ gezeigt. Es ist das Psychogramm eines Trinkers, geschrieben von Eddie Cornwall und gespielt von Karl Heinz Lemken. Im Anschluss wird zu einer Podiumsdiskussion über den Film eingeladen.
Am 19. Juni informieren die Kreuzbundgruppen die Jugendlichen im „Alten Stahlwerk“. Zwei Weggefährten des Kreuzbundes berichten in lockerer Runde, wie sie Suchtkrank geworden sind und wie sie den Weg aus der Sucht geschafft haben. Anschließend unterhalten Sie sich mit den Jugendlichen und tauschen sich aus. Im Rahmen des Wochenmarktes am 20. Juni präsentieren die Kreuzbundgruppe mit der Caritas und dem Diakonischen Werk einen Infostand. Interessierte Bürger können über das Thema Sucht in Gesprächen alles erfahren. Ebenfalls haben die Bürger die Möglichkeit am Glücksrad Ihr Glück zu versuchen.
Axel Möcke-Markus, Gruppenleiter der Kreuzbundgruppe Melle III, hält am 21. Juni um 15 Uhr im Foyerbereich der Niels-Stensen-Kliniken Christliches Klinikum Melle einen Vortrag zum Thema „Sucht keine Einzelpersonenkrankheit“. Anschließend haben die Besucher die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion miteinander auszutauschen.
„Mit diesen Aktionen wollen wir möglichst viele Menschen für einen verantwortlichen Alkoholkonsum sensibilisieren“, sagt Möcke-Markus. Veranstalter der Aktionswoche sind die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e. V. sowie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) in Zusammenarbeit mit den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Die Schirmherrschaft hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, übernommen. Zahlreiche Veranstaltungen in Einkaufzentren, auf Sportplätzen, in Res-taurants, Unternehmen, Kirchen, Arztpraxen und Apotheken sollen jeden einzelnen dazu anregen, das eigene Trinkverhalten ehrlich einzuschätzen. (PA)