Angela Tabbert Osnabrück Paracelsus-Klinik Paracelsus-Strahlenklinik Wolfgang Wagner
Osnabrück/Medizin:„Strahlende“ Aussichten für Schilddrüsen-Erkrankte
24. August 2009 | 11:01Die Paracelsus-Klinik Osnabrück bietet einen Einblick in die stationäre Schilddrüsentherapie. Bei einer Schilddrüsenerkrankung hat der Patient immer zwei Möglichkeiten. Er entscheidet sich entweder für die herkömmliche Operation oder die Strahlentherapie. Diese bietet eine sanfte Alternative fast ohne Nebenwirkungen. Hierbei nimmt der Patient sogenannte Radio-Jod-Kapseln ein, die eine bestimmte Menge an Radioaktivität freisetzen. Um Mitmenschen nicht zu gefährden, ist der Betroffene dann für einen Zeitraum bis zu zwölf Tagen in stationärer Behandlung.
„Uns ist es wichtig hierbei mit den Klischees aufzuräumen“, meint Prof. Dr. med Wolfgang Wagner, Facharzt für Strahlentherapie und Radiologische Diagnostik.“Die Patienten empfangen während der Behandlungszeit zwar keinen Besuch, werden aber keineswegs isoliert“, so Wagner.
Tatsache ist, dass die Klischees über „fensterlose Bunkerbetten“ oder das Verbrennen von der eigenen Kleidung nach der Therapie, einem Irrglauben unterliegen. Angela Tabbert, zuständige MTR auf der Station, ist manchmal sprachlos. ”Die Patienten glauben doch tatsächlich, dass sie weggesperrt werden und man ihnen das Essen durch eine Luke hineinschiebt“. Die Paracelsus-Strahlenklinik beweist hier das komplette Gegenteil. Auf der Therapiestation gibt es insgesamt vier großräumige Patientenzimmer mit schönem Blick auf die Umgebung der Klinik.Jedes Zimmer verfügt über Telefon, Radio, Farbfernseher sowie einen kostenlosen Internetzugang. Ein Aufenthaltsraum mit Küchenzeile ermöglicht den Kontakt zu anderen Therapiepatienten und zahlreiche Fitnessgeräte sorgen für die nötige Abwechslung.
„Falls ich Patient hier wäre, würde ich mich bestimmt für die Strahlentherapie entscheiden“ , so Wagner. „Die Heilungschancen sind sehr hoch und die Nebenwirkungen sehr gering. Es wird Zeit, dass die Leute auf die vielen Vorteile aufmerksam gemacht werden, die mit dieser Therapie zusammenhängen“.
K.B