Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Impfserum ohne Wirkverstärker Impfstoff für Schwangere Nutzen/ Risiken-Abwägung
Osnabrück - Impfstoff ohne Wirkverstärker
29. Dezember 2009 | 10:22Osnabrück. Auch zum Weihnachtsfest gibt es neue Informationen zur Impfung gegen die Neue Grippe: Ab sofort ist ein Impfserum ohne Wirkverstärker verfügbar, darauf weist der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück hin.
Osnabrück. Auch zum Weihnachtsfest gibt es neue Informationen zur Impfung gegen die Neue Grippe:
Ab sofort ist ein Impfserum ohne Wirkverstärker verfügbar, darauf weist der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück hin. Einschränkung: Der neue Impfstoff ist ausschließlich für Schwangere reserviert, erklärt Amtsarzt Dr. Gerhard Bojara.
Im Detail hat das Niedersächsische Gesundheitsministerium entschieden, dass dieser neue Impfstoff auch nur von Gynäkologen verabreicht werden darf. Eine Lösung, mit der Bojara nicht uneingeschränkt zufrieden ist. „Alle Gynäkologen betreuen zwar Schwangere, aber Impfungen werden längst nicht von allen Frauenärzten routinemäßig durchgeführt. Mir ist bekannt, dass, verständlicherweise, einige Frauenärzte deswegen auch von Impfungen Abstand nehmen.“
Aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit des Serums, nur 150000 Dosen wurden für das Bundesgebiet bestellt, sieht der Amtsarzt ein weiteres Problem aufkommen: „Es gibt einfach zu wenig Impfstoff ohne Wirkverstärker.
Wenn ein Arzt aus genannten Gründen nicht Impfen möchte, setzt automatisch eine Wanderungsbewegung der Patienten zum nächsten Arzt ein. Nur: Jeder Mediziner versorgt zunächst sein angestammtes Klientel.“
Grundsätzlich sei bei jeder Impfung innerhalb der Schwangerschaft eine Nutzen/ Risiken-Abwägung zu machen, sagt Bojara. „Für Schwangere gilt: Wenn eine Impfung unbedingt durchgeführt werden soll, dann nur mit dem Serum ohne Wirkverstärker und frühestens ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft.“ Durch die oben genannte Regelung, dass nur Gynäkologen die spezielle Impfung durchführen dürften, seien dem Gesundheitsdienst die Hände gebunden.
„Wir stehen den Bürgerinnen und Bürgern aber selbstverständlich mit Rat und Tat zur Seite, auch wenn wir mit dieser Lösung alles andere als einverstanden sind“, stellt Bojara fest.
Eines hat der Amtsarzt jedoch schon erreicht: In Osnabrück steht dem Gesundheitsdienst jetzt doch eine geringe Anzahl von Impfdosen zur Verfügung. „In begründeten Ausnahmefällen bieten wir daher Impfungen mit dem neuen Serum für Schwangere an.“
Nähere Informationen zum Thema gibt es auf der Homepage des Landkreises Osnabrück unter www.landkreis-osnabrueck.de. (PA)