Flechten und Algen Hausdächern Immobilie Moose Schimmelbildung
Ein gepflegtes Dach ist für den Wert des Hauses unersetzlich
17. Mai 2010 | 09:22Kein anderer Teil des Hauses wird durch Wind und Wetter höher beansprucht als das Dach. Ein Dach im mangelhaften Zustand ist aber nicht nur unansehnlich. Es mindert auch den Wert der gesamten Immobilie. Wind, Regenwasser und sommerliche Hitze setzen Hausdächern im Laufe der Jahre jedoch empfindlich zu. Moose, Flechten und Algen auf dem Dach sind da nur die von außen sichtbaren Folgen der Witterung.
Kein anderer Teil des Hauses wird durch Wind und Wetter höher beansprucht als das Dach. Ein Dach im mangelhaften Zustand ist aber nicht nur unansehnlich. Es mindert auch den Wert der gesamten Immobilie. Wind, Regenwasser und sommerliche Hitze setzen Hausdächern im Laufe der Jahre jedoch empfindlich zu. Moose, Flechten und Algen auf dem Dach sind da nur die von außen sichtbaren Folgen der Witterung.
Schwerer als angegriffenes Eindeckungsmaterial wiegen Schäden an der Dachkonstruktion, zum Beispiel dann, wenn Feuchtigkeit in die Traglattung eindringt. Dies ist besonders problematisch, weil der Feuchtigkeitsbefall Schimmel hervorruft und damit weitere Schäden an der tragenden Konstruktion des Daches befürchten lässt. Eine grundlegende Erneuerung des Daches bis hin zur Komplettsanierung kann dann erforderlich werden.
Es sind aber nicht nur Schäden oder Mängel, die eine Sanierung des Daches nach sich ziehen. Selbst bei hochwertigen Dächern ist die Lebensdauer begrenzt. Je nach Qualität des Eindeckungsmaterials und dem Grad des Verfalls kann es schon nach durchschnittlich 30 bis 50 Jahren erforderlich werden, das Dach zu sanieren. Zudem ist die Bausubstanz vieler Dächer veraltet. Sie entspricht dann nicht mehr den heutigen energetischen Standards, weil in früheren Jahren auf Wärmedämmung nicht oder nur unzureichend geachtet wurde. Wer das Dach saniert und beispielsweise auf eine optimale Dämmung achtet, kann Heiz- und Energiekosten sparen und zudem Fördermittel von der KfW-Bank beantragen.
Damit das Dach seine Aufgabe, Schutz zu bieten, auch einwandfrei erfüllen kann, sollte es in regelmäßigen zeitlichen Abständen gewartet werden. So ist es sinnvoll, nach starken Regenfällen zu untersuchen, ob sich auf dem Dachboden Pfützen oder an der Wandoberfläche Verfärbungen gebildet haben. Dies sind sichere Hinweise darauf, dass das Dach undicht- und Regenwasser in den Dachstuhl eingedrungen ist. So kann sich beispielsweise Schimmel bilden und die Dämmung ihre Wirkung verlieren.
Die Folge sind steigende Heizkosten. Ausgelegte Zeitung kann helfen, Lecks im Dach ausfindig zu machen. Das vollgesaugte Papier macht dann auf undichte Stellen aufmerksam. Im Dachraum sollte darüberhinaus darauf geachtet werden, dass sich auf den Pfetten und Balken kein Schimmel gebildet hat. Sägemehl ist zum Beispiel ein Hinweis auf Holzwürmer. Bei Rissen und gelösten Teilen kann sogar die gesamte Tragkraft des Dachstuhls in Mitleidenschaft gezogen werden.
Vor allem im Winter ist die Schutzfunktion des Daches gefragt. Wind, Schnee, Regen und Frost setzen der Dachsubstanz dann erheblich zu. Schneemassen üben aufgrund ihres hohen Gewichts mitunter für Wochen hohen Druck auf die Dachkonstruktion aus. Besonders am Anfang und gegen Ende des Winters ist die Tragfähigkeit erforderlich, da der Schnee oft wässrig ist und so noch schwerer auf dem Dach lastet. Daher ist es sinnvoll, das Dach auf Risse und lockere Balken bereits vor dem Winter zu überprüfen.
Neben dem Dachstuhl sollte man auch die Regen- und Abflussrinnen überprüfen und sie gegebenenfalls von Schmutz und Laub befreien. Regen- und Tauwasser können so abfließen. Wegen der Höhe und der damit verbundenen Sturzgefahr sollte man die Reinigung jedoch einem Fachbetrieb überlassen oder für dauerhaften Schutz Laubfanggitter anbringen. Sind die Rinnen undicht oder verstopft, bilden sich bei anhaltendem Frost an den Lecks beziehungsweise an den Überläufen Eiszapfen. Schlimmstenfalls wird der Gehweg sogar zur Eisfläche.
Nach Stürmen oder schweren Gewittern, vor allem im Frühjahr, empfiehlt es sich, die Dachpfannen auf Schäden zu untersuchen. Lockere Ziegel können unter Umständen bei einem nächsten Sturm herunterfallen und Personen und Gegenstände schädigen.
Dringt Regenwasser durch die Isolation, verliert die Dämmung ihre Wirkung, was ebenfalls Schimmelbildung zur Folge hat. Auch defekte Regenrinnen tragen zur Schimmelbildung bei, wenn Wasser an der Hauswand entlang abfließt, das Mauerwerk durchfeuchtet und damit die Fassade nachhaltig beschädigt. (bn)