„Energie-Offensive“ Caritasverband für die Diözese Osnabrück gewonnener Ertrag fließt in gemeinnützige Projekte Photovoltaik-Anlage
Osnabrück - Caritas macht mit „Energie Offensive“ den Anfang
20. Juli 2010 | 09:09Osnabrück. Mit einer neu installierten Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ihrer Zentrale möchte der Caritasverband für die Diözese Osnabrück nun in zweierlei Hinsicht Gutes tun: einerseits die Umwelt schonen und andererseits Projekte für Menschen in Not fördern.
Osnabrück. Mit einer neu installierten Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ihrer Zentrale möchte der Caritasverband für die Diözese Osnabrück nun in zweierlei Hinsicht Gutes tun: einerseits die Umwelt schonen und andererseits Projekte für Menschen in Not fördern.
In einem Pressegespräch am vergangenen Mittwoch wurde die Anlage nun auch offiziell vorgstellt. Caritasdirektor Franz Loth betonte dabei besonders die Nachhaltigkeit. Insgesamt 12 Haushalte könnten mit dem so produzierten Strom versorgt werden.
Finanziert würde das Projekt aus einer Mischung aus Fremdkapital und Eigendarlehen, erklärte Julia Lütkemeyer aus der Abteilung „Finanzierung und Zuschüsse“ bei der Caritas. Loth ergänzte: „Unsere Mitarbeiter können sich ebenfalls beteiligen und bekommen dann Zinsen.“
Weil die Anlage vor dem 1. Juli ans Netz ging, profitiert der Verband von einer höheren Einspeisevergütung von 0,39 Euro pro kWh. Dahingegen erhalten Nutzer, die ihre Anlage erst nach dem Stichtag in Betrieb nehmen, eine um 13 Prozent geringere Vergütung. So kann die neue Anlage die zahlreichen Sonnenstunden in diesen sommerlichen Tagen bereits äußerst ertragreich nutzen. Die 274 Photovoltaik-Module umfassen eine Fläche von ca. 386 Quadratmetern und werden durchschnittlich eine Stromleistung von 40000 kWh pro Jahr erbringen.
Die Solar-Anlage ist das erste Projekt der geplanten „Energie-Offensive“ des Caritasverbandes. „Der durch die Einspeisung ins Stromnetz gewonnene Ertrag von jährlich rund 15.000 Euro soll langfristig in gemeinnützige Projekte unseres Verbandes fließen“, sagt Caritasdirektor Franz Loth.
Um Ausgaben zu senken und gleichzeitig die Umwelt zu schonen, hat der Sozialverband es sich zur Aufgabe gemacht, die Versorgung seiner Immobilien neu aufzustellen. Ob bei der Wärmedämmung, den Heiz- und Stromkosten oder beim Wasserverbrauch - alle Werte werden auf Wirtschaftlichkeit geprüft.“ In einem ersten Schritt haben wir für die „Energie-Offensive“ unsere Dachflächen begutachtet, da es für uns nahe liegt, eigenen Strom durch Solarenergie zu erzeugen. Damit machen wir nun den Anfang”, sagt Julia Lütkemeyer. „Natürlich haben wir das Strompotenzial vorher von verschiedenen Anbietern errechnen lassen.
Letztendlich haben sie uns überzeugt, dass eine Solar-Anlage lukrativ ist.“ Bei der Suche sei es der Caritas wichtig gewesen, möglichst ein Unternehmen aus der Region zu wählen, da es ein Anliegen des Verbandes ist, die Region wirtschaftlich zu unterstützen. „Das Unternehmen Sunos Solarpower GmbH war uns schon aus den lokalen Medien bekannt. Aber vor allem aufgrund des guten Angebots haben wir schließlich diesen Anbieter gewählt“, so Lütkemeyer weiter. Das Osnabrücker Unternehmen Sunos lege nicht nur auf fachliche Kompetenz und Qualität der Module großen Wert, betont dazu Sunos-Geschäftsführer Frank Hemme. Der Caritasverband Osnabrück übernimmt neben seinem sozialen Engagement jetzt auch ökologische Verantwortung: Laut Prognose der Firma Sunos Solarpower wird die Anlage den Ausstoß von bis zu 30000 Kilogramm umweltschädlichem C02 erübrigen, da sie Strom erzeugt, ohne fossile Energieträger verbrennen zu müssen. „Der stark voranschreitende Klimawandel ist ein höchst aktuelles und sensibles Thema”, unterstreicht Caritasdirektor Franz Loth. „Die Not der Umwelt, die auch den Menschen betrifft, sollte uns ein großes Anliegen sein. Daher ist die Installation der Anlage erst eine von vielen vorgesehenen Maßnahmen für den Klimaschutz.“
Es brauche Pilotprojekte wie diese um Zeichen zu setzen, so Loth weiter. Als Nächstes sei für die Caritas der Einsatz von Elektromobilen interessant. Man prüfe diesbezüglich noch die Einsatzmöglichkeiten. (PA/T.R.)