Domsanierung Kosten verdoppeln sich Osnabrück
Mehr Schäden als vermutet
29. September 2008 | 10:24Sanierungskosten verdoppeln sich auf 1,5 Millionen Euro.
Die Schäden an der Westfassade und den beiden Türmen des Osnabrücker Domes sind erheblich größer als zunächst vermutet. Die Sanierungskosten verdoppeln sich gegenüber den ursprünglichen Planungen auf voraussichtlich 1,5 Millionen Euro, außerdem dauern die Bauarbeiten bis zum Frühjahr nächsten Jahres. Eigentlich sollten sie Ende November abgeschlossen sein.
Nach Angaben von Dombaumeister Nikolaus Demann wurden bei einer Sanierungsmaßnahme im Jahre 1826 zur Stabilisierung des Mauerwerkes Stahlanker eingebaut, die inzwischen stark gerostet sind. Dadurch sei das Mauerwerk erheblich geschädigt. Hinzu komme, dass bei einer Sanierung der Türme in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts an vielen Stellen schadhafte Natursteine mit Zement und Drahtgeflechten ausgebessert worden seien. Witterungsbedingt hätten sich die ausgebesserten Teile im Laufe der Jahre vom Naturstein abgelöst.
Im November vergangenen Jahres waren beim Aufhängen eines großen Plakates zum Katholikentag an der Westfassade die ersten Schäden festgestellt worden, die sich nach weiteren Untersuchungen auch an anderen Stellen zeigten. Erst nach der Einrüstung der Türme Mitte des Jahres konnte der genaue Schadensumfang festgestellt werden, “indem nahezu jeder Stein untersucht wurde”, so Dombaumeister Demann. Nach dem jetzt beschlossenen Sanierungskonzept werden alle schadhaften Stellen „fachgerecht“ saniert und zum Teil durch neuen Sandstein ersetzt. „Wir gehen davon aus, dass wir damit bei der Westfassade und den Türmen für die nächsten Generationen keinen Handlungsbedarf haben“, betonte Demann. (PA)ȶ
Größer als vermutet sind die Schäden am Osnabrücker Dom. An vielen Stellen muss das Mauerwerk komplett durch neue Sandsteine ersetzt werden. Foto: privat
