Daueraustellung Osnabrück Dr. Eva Berger Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück Redner des Reichtags
Osnabrück/Geschichte:„Redner des Reichstags“
30. März 2009 | 11:26Das Kulturgeschichtliche Museum ist seit Donnerstag um eine Attraktion reicher.
Ein Jahr hat es gedauert, das Projekt in der Dauerausstellung zu beenden. Dr. Eva Berger die Direktorin des kulturgeschichtlichen Museums führt in kleiner Runde in das Thema ein. Um mediale Vermittlungsformen soll es gehen. Das gesamte Museum soll dabei in eineinhalb Jahren medial umgestaltet werden. Das Projekt bildet den Auftakt dafür. Sie selbst ist zuständig für die Planung. Ihr ist es auch zu verdanken, dass das Felix-Nussbaum-Haus und das kulturgeschichtliche Museum jetzt separat geleitet werden.
Der Kurator für Stadtgeschichte Thorsten Heese hat den Inhalt des Projekts zu verantworten. Zu dieser Aufgabe hat ihn seine Leidenschaft für die Stadtgeschichte gebracht. Er selbst bezeichnet sich als Vollbluthistoriker.
In der Zielsetzung des Projektes sieht er, die parlamentarische Kultur in ihrer damaligen Form sichtbar zu machen und sie in Relation zur heutigen zu setzen. Helfen soll dabei die mediale Form, die schon in anderen historischen Zeitabschnitten des Museums ihre Anwendung gefunden hat.
Jetzt soll endlich auch die Geschichte des Kaiserreichs in neuem Glanz erstrahlen. In Art des altmodischen Daumenkinos werden die „Redner des deutschen Reichstags“ erstmals in bewegten Bildern gezeigt. Der Medienverein werk.statt e.V. setzte die Präsentation technisch um. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Künstler und Filmprojekte zu fördern. Werstattvertreter Holger Schwetter berichtet, dass der Medienverein Auträge vom Medienverein erhalte, aber unabhängig sei.
Thematisch steht der Zentrumspoliker Ludwig Windthorst, als Hauptgegenspieler Bismarcks und Vertreter des Kreises Meppen, im Mittelpunkt des Interesses der Präsentation.
Er war dafür bekannt seine Meinung stets stark zu vertreten, aber auch Meinungen unter einen Hut zu bekommen.
Dennoch gilt Reichspräsident Bismarck als populärster der Redner. Die außergewöhnliche Präsentation wird aber erst durch eine Spende (1400 Euro) der Ritterschaftsstiftung möglich. Die Aufnahmen, die der Präsentation zugrunde liegen, stammen von Berliner Filmpionier max Skladanowsky. T.R.