Bildhauer Jerzy Markuszewski Krippenausstellung Kreishaus Osnabrück Partnerkreis Olsztyn/ Allenstein Verein der Krippenfreunde Osnabrück – Emsland
Osnabrück - Stimmungsvolle Ausstellung
8. Dezember 2009 | 13:03Osnabrück. Die Idee entzündete sich an einer Weihnachtskrippe aus Polen: Der Bildhauer Jerzy Markuszewski aus dem Partnerkreis Olsztyn/ Allenstein hatte die figürliche Darstellung des Geschehens der Heiligen Nacht fast lebensgroß gefertigt und dem Landkreises Osnabrück zum Geschenk gemacht.
Osnabrück. Die Idee entzündete sich an einer Weihnachtskrippe aus Polen: Der Bildhauer Jerzy Markuszewski aus dem Partnerkreis Olsztyn/ Allenstein hatte die figürliche Darstellung des Geschehens der Heiligen Nacht fast lebensgroß gefertigt und dem Landkreises Osnabrück zum Geschenk gemacht. Seither steht die Krippe in der Adventszeit im Eingang des Kreishauses und ist ein Zeichen der Verbundenheit mit den polnischen Menschen. Hinzu gekommen sind in diesem Jahr nun rund 70 weiteren Krippen aus vielen anderen Ländern. Der Verein der Krippenfreunde Osnabrück – Emsland und der Landkreis wollen mit der stimmungsvollen Ausstellung für die Verständigung der Menschen aus aller Welt werben.
Landrat Manfred Hugo sagte zur Eröffnung: „Diese Krippenausstellung hat einen ungewöhnlichen Aspekt, denn sie soll die Integration unserer ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger fördern.“ Viele Familien, Kirchengemeinden und Museen bezögen ihre Weihnachtskrippen bereits aus anderen Ländern und Kontinenten und dokumentierten damit ihre Verbundenheit mit den Christen in aller Welt. “Im Landkreis Osnabrück leben Menschen aus 133 Ländern der Erde,” so Landrat Hugo. Im Mittelpunkt der Krippenausstellung stünden daher auch Krippen aus jenen Ländern, aus denen Menschen in den Landkreis Osnabrück gekommen seien. “Wir möchten unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger einladen, das Brauchtum der Weihnachtskrippe auch hier in ihrer neuen Heimat zu pflegen und ihre individuelle Weihnachtskrippe zu zeigen,“ sagt der Landrat.
So hat Polen eine sehr lange Tradition ausdrucksstarker und farbenfroher Weihnachtskrippen, die oft von Laienschnitzern hergestellt werden. Eine Besonderheit bilden die so genannten „Szopki”, die in die Tradition der Tragekrippen gehören. Sie sind kunstvoll arrangierte Bauwerke aus Holzleisten, die mit Silberpapier und bunten Metallfolien überzogen werden. Als Vorbild für diese Bauwerke dienen in der Regel die Türme der Marienkirche in Krakau.
Viele schöne Krippen kommen auch aus Südamerika. In Bolivien, gelegentlich auch in Peru, werden oftmals Textilien oder nicht mehr zu verwertende Stoffreste für die Herstellung von Krippenfiguren sowie für die Gestaltung von weihnachtlichen Motiven genutzt. Für den afrikanischen Kontinent exemplarisch zeigt die Ausstellung zum Beispiel eine Krippe aus Tansania.
„Aber wir zeigen nicht nur Krippen aus dem Ausland, sondern auch viele aus unserer Gegend,” sagte Professor Dr. Gerhard Lohmeier, Vorsitzender des Vereins der Krippenfreunde Osnabrück – Emsland e. V.. So seien historische Hauskrippen aus verschiedenen Materialien, Figuren von Osnabrücker Künstlern sowie von Laienschnitzern zu sehen. „Vielleicht regt ja die Berichterstattung über diese Ausstellung die Menschen an, uns beim Aufbau einer umfassenden Sammlung zu helfen, die wir dann auf einer späteren Ausstellung zeigen können,“ so Lohmeier. (PA)