Germanist Christian Maintz Harry Rowohlt Literaturbüro Westniedersachsen Museum am Schölerberg
Osnabrück - „Lieber Gott, Du bist der Boß“
13. April 2010 | 09:52Osnabrück. Auf Einladung des Literaturbüros Westniedersachsen eröffnet Harry Rowohlt - Übersetzer, Rezitator, Kolumnist, Autor und Gelegenheits-Schauspieler - am 15. April um 18 Uhr in der Stadtbibliothek im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Der Hund ist auch nur ein Mensch! Beziehungsgeschichten“ der Osnabrücker Kultureinrichtungen die Ausstellung „Ich wollt’ ich wär dein Hund“ (bis 29. Mai) mit liebevoll-exzentrischen Hundebildern von Rudi Hurzlmeier, versehen mit Texten von Harry Rowohlt. Anschließend wird er um 20 Uhr im Museum am Schölerberg gemeinsam mit Christian Maintz komische Gedichte von Heinrich Heine bis Robert Gernhardt präsentieren.
Osnabrück. Auf Einladung des Literaturbüros Westniedersachsen eröffnet Harry Rowohlt - Übersetzer, Rezitator, Kolumnist, Autor und Gelegenheits-Schauspieler - am 15. April um 18 Uhr in der Stadtbibliothek im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Der Hund ist auch nur ein Mensch! Beziehungsgeschichten“ der Osnabrücker Kultureinrichtungen die Ausstellung „Ich wollt’ ich wär dein Hund“ (bis 29. Mai) mit liebevoll-exzentrischen Hundebildern von Rudi Hurzlmeier, versehen mit Texten von Harry Rowohlt. Anschließend wird er um 20 Uhr im Museum am Schölerberg gemeinsam mit Christian Maintz komische Gedichte von Heinrich Heine bis Robert Gernhardt präsentieren.
Die Eintrittskarten für die Lesung kosten 14 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr, an der Abendkasse 17 Euro. Karten gibt es in der Tourist-Information, Bierstraße 22/23, Telefon 0541/323-2202. Im Eintrittspreis enthalten sind ein Shuttlebus-Service von der Stadt-
bibliothek ins Museum am Schölerberg und ein Imbiss.
Die deutsche Literatur gilt traditionell als weithin humorfreie Zone, die deutsche Lyrik erst recht – und in der Tat liefern Hölderlin, Rilke oder Celan selten Anlässe zum Lachen. Schon Bertolt Brecht hat aber zwischen einer „pontifikalen“ und einer „profanen“ Linie der deutschen Dichtung unterschieden: Letzterer lassen sich Autoren wie Heinrich Heine, Wilhelm Busch, Paul Scheerbart, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Kurt Tucholsky und natürlich Brecht selbst zuordnen – sie alle arbeiten partiell oder sogar überwiegend mit komischen Mitteln.
In jüngerer Zeit haben die Autoren der Neuen Frankfurter Schule und ihre Nachfolger – besonders Robert Gernhardt, F.W. Bernstein, Wiglaf Droste und Thomas Gsella – diese Traditionslinie erfolgreich weitergeführt und aktualisiert.
Die Veranstaltung wird sich Arbeiten der genannten und verwandter Autoren widmen, und zwar in einer Kombination von Lesung und Vortrag. Harry Rowohlt wird die Gedichte lesen. Der Germanist Christian Maintz wird sie erläuternd kommentieren.
Harry Rowohlt hat mehr als 150 Bücher aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Er ist Autor der ZEIT-Kolumne „Pooh’s Corner“ sowie unter anderem der Bücher „John Rock oder der Teufel“, „Der Kampf geht weiter! Nicht weggeschmissene Briefe“ und des Zweizeilers-Gebet „Lieber Gott, Du bist der Boß, / Amen! Dein Rhinozeros“. Harry Rowohlt tritt regelmäßig als Obdachloser in der TV-Serie „Lindenstraße“ auf. (PA