100 Veranstaltungen Afrika-Festival Osnabrück „Afrikamie“-Open-Air Denis Goldberg Programm „Afrika macht Schule“
Osnabrück - Afrika zeigte Flagge in der Stadt
20. Juli 2010 | 09:51Osnabrück. Mit einer Afrikanischen Nacht endete am vergangenen Freitag in der Lagerhalle das Afrika-Festival Osnabrück 2010. Rund 100 Veranstaltungen hatten seit März dafür gesorgt, dass sich afrikanisches Flair in der Stadt verbreitete: Ob im Rahmen eines spannenden Vortrags oder einer informativen Diskussionsveranstaltung, einer Filmvorführung oder Lesung, eines mitreißendes Konzertes oder beeindruckenden Ausstellung - nicht nur Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger waren begeistert von der afrikanischen Atmosphäre in der Stadt, auch viele Besucher von außerhalb reisten deswegen an.
Osnabrück. Mit einer Afrikanischen Nacht endete am vergangenen Freitag in der Lagerhalle das Afrika-Festival Osnabrück 2010. Rund 100 Veranstaltungen hatten seit März dafür gesorgt, dass sich afrikanisches Flair in der Stadt verbreitete: Ob im Rahmen eines spannenden Vortrags oder einer informativen Diskussionsveranstaltung, einer Filmvorführung oder Lesung, eines mitreißendes Konzertes oder beeindruckenden Ausstellung - nicht nur Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger waren begeistert von der afrikanischen Atmosphäre in der Stadt, auch viele Besucher von außerhalb reisten deswegen an.
Mehr als 23000 Besucher verzeichnete die Veranstaltergemeinschaft an den unterschiedlichsten Veranstaltungsorten. „Wir haben die Zeit vor der Fußball-WM effektiv genutzt, um die Bürger für Themen wie Kultur, Entwicklung und Frieden in Afrika zu sensibilisieren“, erklärt Katharina Opladen, Leiterin des städtischen Büros für Friedenskultur, die das Festival koordinierte.
Sie freut sich darüber, dass das Profil des Festivals geschärft wurde und vor allem die Schulangebote rekordverdächtig frequentiert waren: Mehr als 1200 Schüler an 16 Schulen hatten an dem abwechslungsreichen Programm „Afrika macht Schule“ teilgenommen, das unter anderem Workshops, Theaterstücke, Story Telling und Filmvorführungen bot. Ein erstmalig veranstalteter Open-Air-Gottesdienst lockte bei herrlichem Sonnenschein mehr als 250 Besucher auf den Markt vor dem Rathaus. Gemeinsam veranstaltet wurde der Freiluftgottesdienst, der - ausgelassen und fröhlich gestaltet - einer mitreißenden Gospelshow glich, von vier verschiedenen christlichen Gemeinden Osnabrücks. Ein Chor, der sich speziell für diesen Gottesdienst formiert hatte, animierte die Besucher vor der Bühne zu begeistertem Mitmachen. Prominente wie Wilfried Lemke, UN-Sonderberater für Sport im Dienst von Frieden und Entwicklung sowie ehemaliger Manager des SV Werder Bremen, der die Schirmherrschaft über das Afrika-Festival übernommen hatte, sowie Schauspielerin Hannelore Hoger bereicherten das Festival.
Eine besondere Ehre war es, den Kämpfer gegen die Apartheid in Südafrika und Literaten Denis Goldberg in Osnabrück begrüßen zu dürfen. Goldberg saß 22 Jahre in den Gefängnissen des ehemaligen Regimes. Seine Lebensgeschichte ist zugleich die Geschichte des langen und schwierigen Weges Südafrikas in die Freiheit. Als besonderer Publikumsmagnet erwies sich der Afrikanische Markt vor dem Theater, der diesmal an zwei Tagen mit zahlreichen Verkaufs- und Info-Ständen sowie mit einem weit gefächerten Kulturprogramm lockte. Traditionelle afrikanische Musik, Informationen über lokale entwicklungspolitische Initiativen, dazu ein afrikanischer Tee und eine kulinarische Köstlichkeit – das wollten sich viele Bürger aus der gesamten Region nicht entgehen lassen. Mehr als 3000 Besucher verzeichnete auch das „Afrikamie“-Open-Air auf dem Markt.
Für eine echte Überraschung sorgte die erst 24-jährige, hier noch recht unbekannte südafrikanische Sängerin Nomfusi, die mit starker Stimme und ihrer Band „The Lucky Charms“ regelrechte Begeisterungsstürme entfachte. Aber auch die Band „Freshlyground“, ebenfalls aus Südafrika und Partner von Shakira beim offiziellen FIFA-Song zur WM „Waka Waka (This Time For Africa)“, lockten das Publikum aus der Reserve.
In der Kunsthalle Dominikanerkirche kann noch bis zum 25. Juli die Ausstellung „Habari Afrika! Schönheit und Schrecken in der Kunst Afrikas“ besucht werden, in der sowohl traditionelle afrikanische Kunstwerke als auch Werke der Gegenwartskunst aus privaten Sammlungen gezeigt werden.
Wie in den vergangenen Jahren wurde das Afrika-Festival vom Aktionszentrum 3. Welt, vom Forum Osnabrück für Kultur und Soziales (FOKUS), vom Kultur- und Kommunikationszentrum Lagerhalle sowie vom städtischen Büro für Friedenskultur organisiert und durchgeführt. (PA)