IHK Insolvenz Osnabrück
Verursachte IHK Insolvenz eines Betriebes?
16. Juni 2008 | 17:13Nach der Erweiterung und Modernisierung des Gebäudes der Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück-Emsland soll diese durch die Verweigerung von Zahlungen mindestens einen Betrieb in den Konkurs getrieben haben.
Wie der IHK-Verweigerer e.V. am Freitag mitteilte, muss die IHK Osnabrück-Emsland für das 1996 bis 1997 umgebaute und modernisierte Verwaltungsgebäude in Osnabrück noch Handwerkerrechnungen in erheblicher Höhe bezahlen. Laut IHK-Verweigerer wurde das Urteil des OLG Oldenburg vom 13. Dezember 2007 (8 U 323/05) jetzt erst rechtsgültig.
Die IHK hatte damals den Umbau, die Erweiterung und Modernisierung ihre Gebäudes durchführen lassen. Im Rahmen der Baumaßnahmen wurde am 21. September 1999 über den stolzen Betrag von 5827600,00 DM ein Nachtrag zum bestehenden Haushaltsplan beschlossen, so berichten die IHK-Verweigerer. Beauftragt mit verschiedenen Arbeiten im Metallbau und an einer Plenarfassade wurde das Unternehmen Helix Metallbau GmbH in Holdorf.
Im Laufe der Arbeiten kam es zu „Unstimmigkeiten“ zwischen dem Vorstand der IHK und dem beauftragten Unternehmen.
Deshalb wurden Zahlungen - in erheblicher sechsstelliger Höhe - durch die IHK an das beauftragte Unternehmen zurückgehalten und mit Mängeln/Schadenersatzansprüchen aufgerechnet. In Folge der daraus entstehenden Zahlungsschwierigkeiten musste das Unternehmen in Liquidation gehen, hieraus resultierend gingen zahlreiche langjährige und eigentlich gesicherte Arbeitsplätze verloren!
Daraufhin verklagte das Unternehmen in Liquidation, vertreten durch die Liquidatorin Susanne Buchmüller, die IHK auf Zahlung des restlichen Werklohns für Metallbauarbeiten und Arbeiten an einer Plenarfassade und bekam jetzt endlich Recht.
Eine Stellungnahme der Industrie war bis gestern nicht zu bekommen. IHK-Hauptgeschäftsführer Hubert Dinger ließ lediglich mitteilen, dass man in der kommenden Woche dazu Stellung beziehen werde. N. Fuhs
Mehrere hunderttausend Euro muss die IHK jetzt wohl noch für ihren Erweiterungs- und Modernisierungsbau bezahlen.Foto: Schäfer
