Botanischer Garten DBU fördert mit 125.000 € Kalksteinbruch Osnabrück
Zwischen Exotik und der Heimat
29. Dezember 2008 | 11:39DBU fördert mit 125000 Euro. - Durchgang vom Botanischen Garten zum Steinbruch geplant.
„Die Natur erobert sich ihr Revier zurück“, heißt es landläufig. Den besten Beweis dafür bietet der Kalksteinbruch am Osnabrücker Westerberg. Er präsentiert sich heute, 20 Jahre nach dem Stillstand der schweren Maschinen, als ausgeglichenes Ökosystem. Viele heimische Pflanzen- und Tierarten haben sich in direkter Nachbarschaft zum Botanischen Garten angesiedelt. Der Freundeskreis Botanischer Garten der Universität Osnabrück will den Steinbruch nun angliedern. Auf einem Pfad sollen sich die Besucher des Gartens auf direktem Weg ein Bild vom Lebensraum Steinbruch machen. Vor allem die kleinen Besucher sollen viel über die Artenvielfalt auf dem Gelände lernen können. Heute übergab der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Dr. Fritz Brickwedde, den Förderbescheid über 125.000 Euro an den Freundeskreis Vorsitzenden Dierk Meyer-Pries. Seit den 80er Jahren wird der ehemalige Kalksteinbruch im Westen Osnabrücks sich selbst überlassen. Dies gab der heimischen Flora und Fauna auf den nach Süden ausgerichteten Flächen die Ruhe, sich zu entfalten. „Der nährstoffarme Kalkboden ist zum idealen Hort für den besonderen Magerrasen geworden“, erläuterte Brickwedde. Die Zusammensetzung dieses speziellen Biotops sei vor allem von Kraut- und Strauchpflanzen geprägt. In einem Teil des Steinbruchreliktes befinde sich ein Stollen, der als Sommer- und Winterquartier von sechs Fledermausarten genutzt wird. (PA)