Osnabrück Warenagent Warnung vor dubiosen Jobangeboten
Warenagent: Vorsicht bei Angeboten
12. Januar 2009 | 11:10Polizei warnt vor dubiosen Jobangeboten.
Als so genannter Warenagent hat sich jetzt ein Hartz IV Empfänger strafbar gemacht. Der Mann suchte im Internet nach einer Beschäftigung und stieß dabei auf ein scheinbar lukratives Jobangebot. Mehrfach hatte er per Email und auch über das Telefon Kontakt mit dem vertrauensvoll wirkenden Auftraggeber.
Er sollte Pakete unter seiner Adresse in Empfang nehmen, umadressieren und per Post weiterschicken. Zunächst bekam er das entsprechende Portogeld für die ersten fünf Pakete über eine international tätige Bank angewiesen. Kurz darauf erhielt er eine Liste, an wen er die Pakete senden sollte. Mit einem kleineren, aber doch wertvollen Paketinhalt ging es los. Es steigerte sich dann bis auf hochwertige Alufelgen mit Bereifung für mehrere tausend Euro. Jedes Mal gingen die Waren an eine Adresse in Osteuropa. Nach den ersten fünf Paketen gab es auch den vereinbarten Lohn.
Wie sich herausstellte, wurde der Kauf der Gegenstände über das Internet mit scheinbar richtigen Kreditkartendaten abgewickelt. Zu einer entsprechenden Zahlung kam es allerdings nie. Dem Kreditkartenunternehmen fiel der Schmu entsprechend auf. Gegen den Warenagenten und seine Auftraggeber wird nun wegen des Verdachts des Betruges und der Geldwäsche ermittelt. Zusätzlich stehen zivilrechtliche Forderungen der geschädigten Unternehmen im Raum.
Die Polizei warnt daher vor dubiosen Jobangeboten. Auch der vermeintlich unwissende „Warenagent“, der die Ware nur weiterleitet, mache sich in jedem Fall strafbar. Die Weisheit „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“ gilt auch in diesem Fall.
(PA)