Düte soll durchgängig gemacht werden Einbau einer Pumpenanlage Europäische Wasserrahmenrichtlinie Gut Sutthausen hervorragender Lebensraum Mühlenumflut Mühlenumflut soll zu funktionierendem Fischweg umgesta Natura 2000 Nepomuksbrücke Osnabrück Sohlschwelle wird beseitigt
Baggern in der Düte für Artenschutz
2. Februar 2009 | 12:30Es wird wieder gebaggert in der Düteaue im Stadtteil Sutthausen. Auftraggeber ist der Naturschutz.
Hintergrund für die Arbeiten im Bereich der Mühlenumflut am Gut Sutthausen ist das Ziel der Stadt Osnabrück, die Düte für alle Fische und Wasserlebewesen durchgängig zu machen. Denn die Düte ist ein hervorragender Lebensraum für heimische Fischarten und Neunaugen. Das belegt beispielsweise das Vorkommen der Arten „Mühlkoppe“ und „Bachneunauge“, das unter anderem zur Ausweisung der Düte als Teil des europäischen Naturschutzsystems „Natura 2000“ führte.
Um die im Bereich des Gutes Sutthausen vorhandene Mühlenumflut zu einem funktionierenden Fischweg umzugestalten, sind mehrere Maßnahmen erforderlich. So wird demnächst die Sohlschwelle unter der Nepomuksbrücke an der Von-Korff-Allee, die derzeit noch für flussaufwärts ziehende Fische eine unüberwindbare Barriere darstellt, beseitigt. Außerdem ist vorgesehen, das Dütewasser zwischen dem Hauptlauf, der der Mühle zufließt, und der Umflut neu zu verteilen, so dass die Fische ihren Weg durch die Umflut besser finden können. Stärkere Strömung in der Umflut bedeutet aber auch stärkere Belastung der Böschungen und der Sohle. Deshalb geben Bagger der Umflut derzeit ein neues Bett und sichern die Böschungen in naturverträglicher Bauweise. Damit die historische Gräfte am Gut Sutthausen auch in Zukunft gut mit Wasser versorgt wird, ist auch der Einbau einer Pumpenanlage geplant, die bei Bedarf Dütewasser in die Gräfte liefert.
Dass das Projekt gelingen konnte, ist vor allem der Kooperationsbereitschaft der beteiligten Anlieger und des Staurechtsinhabers der Sutthauser Mühle, aber auch maßgeblich dem Land Niedersachsen zu verdanken, das das Projekt mit einer Summe von 49000 Euro fördert.
Mit der Umsetzung des Projekts wird auch ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der sogenannten „Europäischen Wasserrahmenrichtlinie“ erreicht, den Fluss von seiner Mündung in die Hase bis zum Stahlwerk in Georgsmarienhütte wieder für Fische durchwanderbar zu machen. (PA)
Von links: Heinrich Amelingmeyer, Thomas Appelbaum, Hans-Jürgen Nieberg, Christiane Balks, Norbert Wencker, Stadtbaurat Wolfgang Griesert, Alois Temme. Foto: privat
