60-jähriges Bestehen am Schölerberg Abrissarbeiten sollen bis März abgeschlossen sein Baustart im Frühjahr Christliches Kinderhospital CKO künftiges Gelände an der Johannisfreiheit Kinder- und Jugendhgeilkunde Kinderhospital Osnabrück Wilfried Siemering
Abriss startet: Neubau und Jubiläum beim CKO
9. Februar 2009 | 11:41Kinderhospital vor 60 Jahren neu eröffnet.
Das Kinderhospital Osnabrück feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum und startet gleichzeitig in eine neue Ära, die mit dem Baustart des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück (CKO) im Frühjahr beginnt. “Wir blicken stolz auf unser 60-jähriges Bestehen am Schölerberg zurück”, so Verwaltungsdirektor Wilfried Siemering. Denn nach der kompletten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und einer Übergangsbeherbergung in Bad Rothenfelde sei unter Federführung von Fritz Frömbling, dem damaligen Vorsitzenden des Trägervereins, am Schölerberg 1949 ein moderner Neubau geplant und realisiert worden, der sich ständig weiterentwickelt habe.
Immer wieder hat das Krankenhaus am Schölerberg einige wichtige Erweiterungs- und Umbauten erlebt. So wurde bereits in den 50er Jahren die Kapazität von 100 auf 160 Betten erhöht. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie ambulante und tagesklinische Angebote wurden geschaffen und im Laufe der Jahre immer weiter ausgestaltet: Einer der letzten Höhepunkte war im Mai 2008, als eine Spiel- und Bewegungshalle für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Betrieb genommen wurde. Heute führt das Haus insgesamt 121 Betten, verteilt auf die Kinder- und Jugendheilkunde und die Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Im diesem Jahr wird ein weiterer Neubau die Geschichte des Kinderhosptitals fortschreiben: Gemeinsam mit der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin des Marienhospitals wird auf dem Geländes des MHO das Christliche Kinderhospital Osnabrück errichtet. „Diese Zusammenlegung der kinderheilkundlichen Abteilungen bündelt die sich ergänzenden Angebote beider Kliniken sehr gut, sodass die zweitgrößte Fachklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Niedersachsens in Osnabrück geschaffen wird“, erläutert Siemering. „Über 95 Prozent aller pädiatrischen Patienten können nach Fertigstellung der Einrichtung in Osnabrück behandelt werden“, ergänzt Chefarzt Prof. Dr. Norbert Albers. „Verlegungen nach Oldenburg, Münster, Hannover werden dann zur absoluten Ausnahme.“
Auf dem Gelände des künftigen Christlichen Kinderhospitals Osnabrück (CKO) an der Johannisfreiheit hat jetzt der Abrissbagger das Sagen: Die ehemaligen Gebäude der Anästhesie und Radiologie sowie die alten Intensivstationen der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück werden entkernt und dem Erdboden gleichgemacht.
Die Abrissarbeiten sollen bis März abgeschlossen sein. Anschließend beginnen die Neubauarbeiten. Die Grundsteinlegung ist für Juni geplant. Der Rohbau soll im kommenden Jahr fertiggestellt sein. 2011 wird das CKO den Betrieb aufnehmen.
„Die Zusammenlegung der kinderheilkundlichen Abteilungen von Kinderhospital und Marienhospital bündelt die sich ergänzenden Angebote beider Kliniken sehr gut, sodass die zweitgrößte Fachklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Niedersachsens in Osnabrück geschafffen wird“, erläutern die Geschäftsführer Wilfried Siemering und Rudolf Fissmann. „Über 95 Prozent aller pädiatrischen Patienten können nach Fertigstellung der Einrichtung in Osnabrück behandelt werden“, ergänzt Chefarzt Prof. Dr. Norbert Albers. „Verlegungen nach Oldenburg, Münster, Hannover werden dann zur absoluten Ausnahme.“
Der Planungsentwurf für das CKO sieht 152 Betten für die voll- und teilstationäre Versorgung vor. In dem Neubau sollen alle stationär behandlungsbedürftigen Kinder in einem kindgerechten Ambiente untergebracht und durch Gesundheits- und Kinderkrankenschwestern pflegerisch betreut werden. Auch den Jugendlichen will sich das CKO als Fachkrankenhaus für Jugendheilkunde darstellen.
„Mit der Anbindung an das Marienhospital sollen die vorhandenen diagnostischen und therapeutischen Zentraleinrichtungen und die Kompetenz der weiteren medizinischen Disziplinen des Marienhospitals mitgenutzt werden“, so Chefarzt Privatdozent Dr. Burkhard Rodeck.
Der Standort Schölerberg des Kinderhospitals bleibt mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und einem in Planung befindlichen Sozialpädiatrischen Zentrum erhalten. Bis zur Inbetriebnahme des CKO wird aber auch die Kinderheilkunde am Schölerberg in vollem Umfang zur Verfügung stehen. (PA)
Die Abrissarbeiten für das Christliche Kinderhospital haben begonnen. Foto: privat
Das CKO vor 60 Jahren. Fotos privat

