Jugendarbeitslosigkeit Kommunale Arbeitsvermittlung MaßArbeit Kreisrat Matthias Selle Landkreis Osnabrück Landrat Manfred Hugo langfristig gesunkene Arbeitslosenzahlen Osnabrück
Langfristig gesunkene Arbeitslosenzahlen im Land
16. Februar 2009 | 12:06Äußerst erfreuliches Jahr.
Das Jahr 2008 war für die Kommunale Arbeitsvermittlung MaßArbeit ein äußerst erfreuliches Jahr: Dazu beigetragen haben vor allem langfristig gesunkene Arbeitslosenzahlen und die Grundsatzentscheidung der Bundespolitik, das ursprünglich bis 2010 befristete Optionsmodell zu verlängern.
Im Dezember vergangenen Jahres lag die Anzahl der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger im Landkreis Osnabrück bei 4699. Zum Abschluss des Jahres 2007 hatte die Zahl bei 5046 gelegen. Das entspricht einem Rückgang von 347 Arbeitslosen (6,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote der Hartz-IV-Empfänger lag nach Angaben der MaßArbeit zum Jahresende 2008 bei 2,5 Prozent.
Einen besonderen Erfolg verzeichnete die MaßArbeit erneut beim Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. Bei den unter 25-Jährigen lag die Arbeitslosenquote zum Jahresende bei 0,4 Prozent. Über 400 Jugendliche wurden in betriebliche Ausbildung vermittelt.
Bei den Integrationen konnte die MaßArbeit auch im vergangenen Jahr erneut die Marke von 10.000 überschreiten. Von insgesamt 10.258 Integrationen entfielen 4.459 (43,5 Prozent) auf den ersten Arbeitsmarkt. Bei den Unter-25-Jährigen gelangen 2.800 Integrationen, davon 1.119 in den ersten Arbeitsmarkt (39,9 Prozent).
„Gerade vor dem Hintergrund der in der zweiten Jahreshälfte deutlich schwächer gewordenen Konjunktur sind diese Zahlen sehr erfreulich“, zog MaßArbeit-Vorstand Siegfried Averhage eine positive Bilanz. „Die positive Entwicklung darf aber nur ein Zwischenschritt sein“, warf Averhage einen Blick nach vorn. „Wir dürfen und werden mit unseren Anstrengungen nicht nachlassen, die Arbeitslosenzahlen auch künftig weiter zu verringern.“
Eine Grundlage dafür biete die Grundsatzentscheidung der Arbeits- und Sozialminister der Länder, das ursprünglich befris- tete Optionsmodell über das Jahr 2010 hinaus zu verlängern. „Diese Entscheidung war goldrichtig“, sagte Landrat Manfred Hugo. Das gelte nicht nur für den Landkreis Osnabrück, sondern für alle 69 Optionskommunen bundesweit, die sich eigenverantwortlich ohne die Bundesagentur für Arbeit um die Empfänger von Arbeitslosengeld (ALG) II kümmern. „Die Politik hat die Weichen richtig gestellt, die MaßArbeit wird die Strecke befahren“, sagte Hugo: „Die MaßArbeit ist Teil eines Zuges aus Wirtschaft, Verbänden, Bildungsträgern und Gewerkschaften mit einem gemeinsamen Ziel: Dem Abbau der Arbeitslosigkeit.“
Allein durch kreative Ideen und Engagement werde dieses Ziel jedoch nicht zu erreichen sein. Größte Herausforderung sei die schwierige wirtschaftliche Situation, warf Kreisrat Matthias Selle einen Blick nach vorn. Durch passende Qualifizierungsangebote werde die MaßArbeit den Betrieben weiterhin die Arbeitskräfte zur Verfügung stellen, die diese benötigen. Dabei komme dem ArbeitgeberService der MaßArbeit eine besondere Rolle zu. (PA)
Die MaßArbeit fest im Griff: Eine positive Bilanz des vergangenen Jahres zogen jetzt (von links) Kreisrat Matthias Selle, Landrat Manfred Hugo und MaßArbeit-Vorstand Siegfried Averhage. Foto: privat
