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23 Partnerschulen Antja Rose emma-Theater Förderung durch die Bundeskulturstiftung Intendant Holger Schultze Jubiläumsjahr Osnabrück postitve Entwicklung in den letzten Jahren Schulpartnerschafts-Projekt Theater Theater am Domhof

Viel los: Jubiläumsjahr am Theater

23. Februar 2009 | 12:26

Modernes und klassisches Theater mit überregionaler Strahlkraft.

Wo steht das Theater Osnabrück im Jahre 2009? Dabei ist zu bedenken, dass der anerkannte Kulturtempel in diesem Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiert.  „Ab dem Herbst ist das Jubiläum natürlich ein ganz wichtiges Thema“, so Intendant Holger Schultze.
Dabei hat sich das Osnabrücker Theater in den Jahren der Intendanz Schulzes deutlich gewandelt und ist mittlerweile ein bundesweit beachtetes Aushängeschild der Stadt Osnabrück, das immer wieder höchst positiv für Schlagzeilen sorgt. In den nationalen Feuilletons steht das Osnabrücker Theater mittlerweile häufig genug zwischen den großen Häusern aus Berlin, Hamburg oder München. Ein Riesenerfolg, der natürlich zu weiteren Taten beflügelt.
Auch international ist das Theater gut aufgestellt. Die Partnerschaft zum Theater im bulgarischen Russe konnte in den vergangenen Jahren intensiviert werden. Jetzt kann sich das Osnabrücker Theater über eine stattliche Förderung der Kulturstiftung des Bundes freuen. 150000 Euro sind für das dreijährige Projekt „Wanderlust“ bewilligt. In den drei Jahren werden die Theater sich gegenseitig besuchen, Schauspieler austauschen und verschiedene Formen des kulturellen Austausches ausprobieren. „Für uns ist das eine wunderbare Gelegenheit, unsere Verbindung zu Russe zu vertiefen und viel zum intereuropäischen Kulturverständnis beizutragen,“ betont Schultze.
Aber auch in der „Heimat“ zeigt sich das Theater von seiner besten Seite. Immerhin hat das Osnabrücker Theater in der Stadt zwei Spielorte: Das  Theater am Domhof und das emma-Theater. „Das ermöglicht uns, einerseits spannend inszenierte Klassiker anzubieten und andererseits modernes und progressives Theater zu fördern, was im großen Haus wohl noch keinen Platz findet,“ so Schultze.
Erfolgreich gelaufen ist in dieser Saison beispielsweise die Inszenierung des Brecht-Stücks „Judith von Shimoda“ mit Songs von Nina Hagen im Theater am Domhof. Mit „Andorra“ steht seit Ende Januar ein weiterer Klassiker auf dem Spielplan.
Pünktlich zum Jubiläumsjahr der Varusschlacht zeigt das Osnabrücker Theater „Die Hermannsschlacht“, ein Drama von Christian Dietrich Grabbe. Grabbes Stück zeigt die Schlacht als eine blutige Posse. Für das Theater die Chance einer konsequenten Auseinandersetzung mit Heldenmythen und Heldenverehrung. In der Nazizeit war Grabbes Stück gern gespielt und Hermann der Cherusker als germanischer Held verklärt worden. Premiere ist am 24. Mai.
Im emma-Theater erwartet die Besucher im Mai eine weitere Uraufführung: „zu jung zu alt zu deutsch“ ist eine Auftragsarbeit von Dirk Laucke. Premiere       ist am  15. Mai um 19.30 Uhr im emma-Theater.
Opernfreunde können seit Mitte Januar Mozarts Meisterwerk „Idomeneo“ unter der musikalischen Leitung Hermann Bäumer und der Regie von  Carin Marquardt genießen.
Besonderen Wert legt Holger Schultze seit Jahren auf die Arbeit mit Kindern und Schülern. „Mit unserem Schulpartnerschafts-Projekt haben wir unglaublichen Erfolg,“ freut sich Schultze. „Inzwischen sind es 23 Partnerschulen, die regelmäßig das Theater besuchen!“ Dabei handelt es sich aber nicht nur um die Gymnasien der Region, das Projekt richtet sich ganz bewusst auch an die Haupt- und Realschüler, die oft leider weniger Bildungsförderung genießen. „Das Ergebnis spricht für sich“, so Schultze. Die Begeisterung der jungen Menschen für das Theater zu wecken und Talente zu fördern ist auch Mittelpunkt der Theaterpädagogik, die auch in diesem Jahr verstärkt fortgeführt wird.
Ein Verbindung aus Jugendtheater und Tanztheater ist das Stück „Bittersüss und Sauerscharf“ von Antje Rose. In Roses Jugend-Tanzstück über Träume und Wünsche werden Selbstzweifel und Skepsis durch tänzerische Aktionen überwunden. Mit Ensemblemitgliedern des Tanztheaters Osnabrück, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Osnabrück und Umgebung setzt die für ihre originellen Crossovers zwischen Jugend- und Tanzszene bekannte Choreografin das Stück in Szene: Hip Hop, Modern Dance, Akrobatik sind Stationen einer dramatischen Revue mit Witz und auch ein bisschen Tiefgang - zum letzten Mal am 6. März, 18 Uhr, im emma-Theater.    R.S.

Holger Schultze, Intendant des Osnabrücker Theaters.
Foto: Schäfer

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Themen:
23 Partnerschulen, Antja Rose, emma-Theater, Förderung durch die Bundeskulturstiftung, Intendant Holger Schultze, Jubiläumsjahr, Osnabrück, postitve Entwicklung in den letzten Jahren, Schulpartnerschafts-Projekt, Theater, Theater am Domhof
Kategorien
Kultur, Lokales |

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