+ Austausch Besuch im Osnabrücker Land Dr. Reinhold Kassing Olsztyn Osnabrück Schulpartnerschaft Thomas-Morus-Schule
Polnische Schulgruppe besuchte das Osnabrücker Land
2. März 2009 | 12:11Europa im Klassenzimmer.
Gelebte Partnerschaft auch im Schulbereich: Das Gymnasium Nummer 11 aus dem polnischen Olsztyn und die Osnabrücker Thomas-Morus-Schule hatten eine offizielle Schulpartnerschaft ins Leben gerufen. Im Zuge des vereinbarten Schüleraustausches besuchten jetzt erstmalig Schülerinnen, Schüler und ein Teil des polnischen Lehrerkollegiums das Osnabrücker Land.
Auf Einladung des Ersten Kreisrates, Dr. Reinhold Kassing, besuchten die polnischen Gäste gemeinsam mit ihren Gastgebern den Landkreis Osnabrück. „Wir haben eine lebendige Partnerschaft mit dem polnischen Landkreis Olsztyn und freuen uns, dass diese Schulpartnerschaft entstanden ist. Völkerverständigung fängt bereits in der Jugend an, denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer- mehr“, so der Erste Kreisrat.
Viele Gemeinsamkeiten verbinden die beiden Partnerschulen. So ist auch die Schule in Olsztyn eine Realschule (in Polen tragen die Realschulen den Namen Gymnasium) und wird durch eine Stiftung getragen, so wie die Osnabrücker Thomas-Morus-Schule sich in Trägerschaft der Schulstiftung des Bistums Osnabrück befindet.
Dieser konfessionelle Hintergrund beider Schulen hatte auch den Anstoß zur jetzigen Partnerschaft gegeben. Denn die Idee für eine engere Beziehung der Schulen zueinander und den Schüleraustausch entstand vor zwei Jahren auf einer Reise des Generalvikars des Bistums Osnabrück, Theo Paul, nach Olsztyn. Bereits im Herbst letzten Jahres waren daraufhin erstmalig die Thomas-Morus-Schüler in Polen zu Besuch.
Der jetzt stattfindende Gegenbesuch zeigt, wie sehr man sich bereits näher gekommen ist. Auf die breite Unterstützung des Austausches ist Hildegard Oevermann, Schulleiterin der Thomas-Morus-Schule besonders stolz: „Alle polnischen Schülerinnen und Schüler sind bei Gasteltern untergebracht und werden dadurch in das Familienleben einbezogen.
Enger kann man keine Beziehungen knüpfen.“ Auch ihre polnische Kollegin, Jolanta Kaminska, will die künftige Zusammenarbeit vertiefen: „Wir haben verabredet, die Partnerschaft durch konkrete Projekte in den Bereichen Umwelt, Kunst, Englisch und Sport mit Leben zu füllen und europäische Aspekte in die Schulbildung mit einzubeziehen.“
„Ich finde es prima, dass wir auf diese Weise Europa ins Klassenzimmer holen“, so der Erste Kreisrat stolz. Er erhoffe sich für die Zukunft, dass weitere Schulpartnerschaften entstehen würden. (PA)
Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Nummer 11 aus Olsztyn und der Osnabrücker Thomas-Morus-Schule mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zu Besuch im Kreishaus. Foto: privat
