Krisenmanagement Mittelstand als Wirtschaftsmotor Osnabrück Prof. Dr. Helmut Rödl Wirtschaft
„Der Mittelstand ist Job- und Investitionsmotor“
23. März 2009 | 13:13Zum Thema: „Mittelstand in stürmischen Zeiten“ Lichtblick am Krisenhorizont, sprach am Mittwoch Prof. Dr. Helmut Rödl vor Gästen und Mitgliedern der MIT und des BDD und des UV Einzelhandel OS-EL.
Um das Krisenmanagement ging es am letzten Mittwoch im Technologie-Centrum Bissendorf. Gut einhundert Mittelständler waren gekommen um sich den Lichtblick am Krisenhorizont anzuhören. Dabei machte der MIT-Vorsitzende H.-Dieter Klahsen direkt bei der Begrüßung eines deutlich: Er haben genug vom Krisengerede. Man müsse jede Krise auch als Chance für neue Ideen sehen.
Vorredner Volker Rügheimer von der S&P Unternehmensberatung zeigte die derzeit schlechte Situation der Wirtschaft auf. Darauf machte Prof. Dr. Helmut Rödl eines deutlich: Ohne Mittelstand gibt es in Deutschland gar keine funktionierende Wirtschaft. Immerhin 98 Prozent aller Unternehmen machen einen Umsatz von weniger als fünf Millionen Euro. Das sind immerhin 2850000 mittelständische Betriebe und nur 65000 Betriebe erwirtschaften einen größeren Umsatz als diese fünf Millionen Euro.
Rödl machte darauf aufmerksam, dass sich für die kreditabhängigen kleinen und mittleren Betriebe die Finanzierungsbedingungen weiter verschärft haben. „Die Finanzkrise schwebt wie ein Damoklesschwert über der Unternehmensfinanzierung in Deutschland“, stellte Rödl fest. Nur wer seine Finanzen vernünftig geregelt bekommt hat eine Chance die Krise gut zu überstehen. Rödl stellte aber zum Schluss fest: „Deutschland hat gute Chancen, der Krise mit einem blauen Auge zu entkommen. Nicht zuletzt durch Maßnahmen, die nach dem Inkrafttreten von Basel II ergriffen wurden, hat sich der Mittelstand konsolidiert. Deutschland hat eine andere, vor allem solidere Banken- und Unternehmerlandschaft als der angloamerikanische Wirtschaftsraum.“. N.F.