EMAF Osnabrück Osnabrück Zentrum der medialen Kunstwe European Media Art Festival Medienkünstler in Osnabrück
Osnabrück: 22. EMAF: Krieg in den Medien allgegenwärtig
26. April 2009 | 19:40Osnabrück stand in dieser Woche voll und ganz im Zeichen der medialern Kunst. Mit dem 22. European Media Art Festival (EMAF) war die Hasestadt für fünf Tage das Zentrum der medialen Kunstwelt. Das 22. EMAF zeigt Produktionen international bekannter Medienkünstler und Arbeiten neuer Meister aus den Akademien.
Osnabrück stand in dieser Woche voll und ganz im Zeichen der medialern Kunst. Mit dem 22. European Media Art Festival (EMAF) war die Hasestadt für fünf Tage das Zentrum der medialen Kunstwelt. Das 22. EMAF zeigt Produktionen international bekannter Medienkünstler und Arbeiten neuer Meister aus den Akademien. Das EMAF zählt zu den bedeutendsten Foren der internationalen Medienkunst. Als Treffpunkt für Künstler, Kuratoren, Verleiher, Galeris-ten und Fachpublikum hat es Thematik und Ästhetik der medialen Kunst entscheidend mitgeprägt. Jährlich bietet das Festival einen aktuellen Überblick mit neuen Experimentalfilmen, Performances, Vorträgen, der Ausstellung und dem Media Campus. Aus 2400 eingereichten Arbeiten werden in diesem Jahr rund 250 aktuelle Beiträge in allen Sektionen für das Festival ausgewählt, die einen umfassenden Einblick in die Tendenzen der Medienkunst bieten.
Die Filmprogramme dieses Jahres zeigten zum Beispiel, wie bereits der Weg zur Arbeit abenteuerlich sein kann – ganz zu schweigen von den Mysterien eines Büros oder den Achterbahnfahrten an der Börse. Und glücklich kann sich der schätzen, der am Ende des Tages noch einen Job und Zeit für seinen Körper hat.
Herzstück des EMAF ist wieder einmal die große Ausstellung. „Bilderschlachten - 2000 Jahre Nachrichten aus dem Krieg“ zeigt Arbeiten von Künstlern, die sich intensiv mit dem Thema Krieg und Kriegsberichterstattung auseinander gesetzt haben. Anders als in den vergangenen Jahren ist die Ausstellung nicht nur auf die Dominikanerkirche beschränkt. Im Museum für Industriekultur, in der Dominikanerkirche und im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum werden sind seit dieser Woche Einblicke in eine Welt möglich, die Kriegsberichte zu erfolgreiche Konsumgüter gemacht hat. Fester Bestandteil des EMAF ist der Schülertag. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto „Medien und Krieg“. Fächerübergreifend mit Kunst, Geschichte, Politik und Deutsch bot der Schülertag den Jugendlichen Orientierung in der Medienwelt und fördert den Erwerb von Medienkompetenz. Heute noch können in den verschiedenen Locations in ganz Osnabrück Filme und Installationen und andere Formen medialer Kunst erfahren werden. Die Ausstellung „Bilderschlachten“ läuft noch bis zum 4. Oktober. (PA)