Ausbau der Breitbandversorgung Bürgerbefragung Breitbandversorgung wird ausgebaut Dr. Reinhold Kassing Handlungsbedarf Internet Osnabrück schnellere Internetverbindung
Internet: Breitbandversorgung wird ausgebaut
25. Mai 2009 | 12:10Weiße Flecken auf der Landkreiskarte.
Das bedeutet in diesem Falle nicht, dass es im Kreisgebiet noch unerforschte Ecken gibt. Vielmehr sind hier Gebiete gemeint, die noch keine schnellen Internetverbindungen haben. Die Auswertung der im Frühjahr durchgeführten kreisweiten Befragung von etwa 170000 Haushalten und Betrieben wurde jetzt vom Landkreis Osnabrück und dem niedersächsischen Breitband Kompetenz Zentrum vorgestellt. Danach besteht vorrangig in den Gemeinden Kettenkamp, Eggermühlen, Bippen, Bramsche-Nord, Bissendorf mit angrenzenden Gebieten in Melle, den Belmer Ortsteilen Icker und Vehrte sowie Glandorf-Schwege Handlungsbedarf.
„Wir werden uns jetzt beim Niedersächsischen Wirtschaftsministerium nachdrücklich dafür einsetzen, dass hier möglichst schnell ein Ausbau der Breitbandversorgung erfolgt“, erklärte der Erste Kreisrat Dr. Reinhold Kassing. Den erforderlichen kommunalen Anteil an der Finanzierung der notwendigen Investitionen werde der Landkreis Osnabrück in Kooperation mit den betroffenen Städten und Gemeinden bereitstellen.
Wie Kassing weiter ausführte, werde sich der Kreis nicht allein auf die genannten Ballungszentren beschränken. Vielmehr sei beabsichtigt, auch in weiteren Gebieten die Breitbandversorgung zu verbessern. Für die notwendige detaillierte Planung werde man ein externes Beratungsunternehmen beauftragen.
Rund 14300 Antworten, was einem Rücklauf von etwa neun Prozent der angeschriebenen Haushalte und Unternehmen entspricht, wurden abgegeben. Damit liege die Beteiligung im Landkreis Osnabrück in etwa im Landesdurchschnitt. Dieses mindere jedoch nicht die Aussagefähigkeit des Ergebnisses, so Dr. Derek Meyer vom Breitband Kompetenzzentrum. „Ich bedanke mich bei der Bevölkerung für die Beteiligung an unserer Umfrage. Dadurch konnten wir die jetzt vorliegenden Erkenntnisse gewinnen und sind in der Lage, uns gezielt für noch nicht ausreichend versorgte Bereiche einzusetzen“, macht Kassing deutlich.
Die Befragung ergab auch, dass etwa 35 Prozent der Internetnutzer ihren Anschluss sowohl privat als auch beruflich nutzen. Das verdeutliche die Bedeutung dieser Infrastruktur für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises, sind sich Meyer und Kassing einig.
Zwar müssten insbesondere Gewerbe- und Industriegebiete mit zukunftsfähigen Internetzugängen angeschlossen werden, aber auch alle anderen Unternehmen oder Freiberufler hätten einen besonderen Bedarf an schnellen Internetverbindungen. Darüber hinaus spiele die Internetnutzung ebenso im schulischen wie im privaten Bereich eine immer größere Rolle, resümiert Kassing.
„Um unseren Landkreis noch weiter voran zu bringen, werden wir hier Ausbaustrategien entwickeln und uns kümmern“, so Kassing weiter. Künftig werde auch eine Bürgerhotline eingerichtet. Ziel der Hotline sei es, Informationen und Anregungen zur Verbesserung der Telekommunikationsinfrastruktur zu sammeln.
Diese könnten dann gebündelt bei den Anbietern der Telekommunikation vorgetragen werden. „Dadurch erreichen wir eine stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse unserer Kreisbewohner“, ist sich Kassing sicher. (PA)
Die roten Punkte in der Grafik kennzeichnen diejenigen Gebiete im Landkreis Osnabrück, die noch nicht über ausreichend schnelle Internet-Verbindungen verfügen. Foto: privat

Wann kann man denn eine internetverbesserung erwarten ?
Sören | 22. Juni 2009 | 14:27Wann kann man denn eine internetverbesserung erwarten ?