Handwerkskammer Handwerkskammer Osnabrück-Emsland HWK HWK-Präsident Peter Voss IHK IHK-Präsident Gerd-Christian Titgemeyer Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland Ist-Versteuerung Osnabrück Steuererleichterungen Zinsschranke
Umsatzsteuererleichterung hilft
2. Juni 2009 | 10:23HWK und IHK begrüßen Steuererleichterungen.
Handwerkskammer und IHK Osnabrück-Emsland begrüßen die jetzt von der Großen Koalition beschlossenen Steuererleichterungen. Positiv bewerten beide Häuser vor allem, dass kleinen Betrieben ein Aufschub bei der Umsatzsteuer gewährt wird. Unternehmen mit bis zu 500000 Euro Umsatz müssen die Umsatzsteuer erst dann an das Finanzamt abführen, wenn ihre Kunden die Rechnung bezahlt haben. Diese so genannte Ist-Versteuerung gilt rückwirkend zum 1. Januar 2009.
Dazu erklärt Peter Voss, Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland: „Die Bundesregierung legt mit dieser Maßnahme ein überzeugendes Bekenntnis zum Handwerk ab. Mit der Einführung einer einheitlichen Ist-Versteuerungsgrenze werden kleine und mittlere Handwerksbetriebe gezielt entlastet und in ihrer Liquidität gestärkt.“
IHK-Präsident Gerd-Christian Titgemeyer ergänzt: „Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit verschlechterter Zahlungsmoral und erschwertem Zugang zu Krediten ist diese Entlastung ein richtiger Schritt.“
HWK und IHK loben außerdem die Lockerung der Zinsschranke und die neuen Möglichkeiten zu einer besseren Verlustverrechnung. So wird beispielsweise bei der Zinsschranke, die den steuerlichen Abzug von Zinskosten auf 30 % des Vorsteuergewinns begrenzt, die Freigrenze von einer auf drei Millionen Euro erhöht. „Die vorgeschlagene Entschärfung der Unternehmensteuerreform kann allerdings nur ein erster Schritt zu einer umfassenden Steuerreform sein“, sind sich beide Kammern einig. (PA)
Peter Voss, Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland.
IHK-Präsident Gerd-Christian Titgemeyer. Fotos: privat

