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Kurzarbeit gegen die Krise
2. Juni 2009 | 10:27IHK Osnabrück-Emsland informierte in Georgsmarienhütte.
Der Personaler gehört beim Krisenmanagement mit an den Tisch der Entscheider – das war das Fazit der IHK-Veranstaltung „Personalmanagement in Krisenzeiten“, die jetzt im Rathaus der Stadt Georgsmarienhütte stattfand. Die Veranstaltung markierte den Abschluss einer Reihe, mit der die IHK in sieben Städten und Gemeinden der Region Osnabrück-Emsland vor Ort war. Personal- und Organisationsberater Torsten Wächter, custos consulting, Osnabrück, erklärte den rund 30 Teilnehmern, welche Strategien und Instrumente aus dem Personalbereich dazu beitragen können, ein Unternehmen auch im Sturm auf Kurs zu halten – und welche nicht. „Flexible Arbeitszeitkonten galten lange als Wunderwaffe gegen die Wirtschaftskrise, doch dazu waren sie nie gedacht“, warnte Wächter. Wer jetzt Zeitkonten ins Minus fahre, bekomme bei weiter fehlenden Aufträgen schnell ein Liquiditätsproblem. „Kurzarbeit ist derzeit für viele Betriebe die bessere Wahl“, empfahl der Personalexperte. „Kurzarbeit hilft, Auftragsflauten zu überbrücken und Entlassungen zu vermeiden“, unterstrich Doris Schwedt von der Agentur für Arbeit Osnabrück und stellte klar, dass dieses Instrument für Unternehmen jeder Größe und Branche in Betracht kommt: „Seit dem Konjunkturpaket II reicht es aus, wenn mindestens ein Mitarbeiter von erheblichem Arbeitsausfall betroffen ist.“ Zuvor musste dies für mindestens ein Drittel der Belegschaft gelten. Aktuell hat das Bundeskabinett beschlossen, das Kriseninstrument Kurzarbeit noch attraktiver zu machen. (PA)