flächendeckende Breitbandversorgung Internet keine Beteiligung an der Breitbandinitiative Niedersach Lücken schließen lokale Netzanbieter Osnabrück schneller Zugang Standard
Osnabrück will Lücken schließen
2. Juni 2009 | 14:51Breitbandversorgung soll vervollständigt werden.
Der schnelle Zugang zum Internet ist heute für viele Menschen bereits Standard.
Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag, die Verwaltung einstimmig beauftragt, ihre Verhandlungen mit lokalen Netzanbietern mit dem Ziel fortzusetzen, eine flächendeckende Breitbandversorgung möglichst kostenneutral für die Stadt zu realisieren. Daher wird sich Osnabrück nicht an der Breitbandinitiative Niedersachsen im Rahmen der Umsetzung des Konjunkturpaketes II beteiligen.
Im Rahmen der Umsetzung des Konjunkturpaketes II sollen in Niedersachsen mit einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro möglichst viele Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen werden. Auch in den Stadtrandbereichen, wie in Atter/Atterfeld in Osnabrück gibt es derartige Lücken, die bisher allerdings nach Auffassung von Breitbandanbietern wirtschaftlich nicht rentabel sind.
Die Stadt Osnabrück hätte jetzt die Möglichkeit, Bereiche gegenüber dem Land anzumelden, in denen ein Breitbandausbau realisiert werden soll. Voraussetzung für diese Anmeldung ist allerdings, dass die Stadt eine rechtsverbindliche Erklärung gegenüber dem Land abgibt, sich bis maximal 250000 Euro bzw. mindestens 12,5 Prozent der Kosten zu beteiligen.
Die Verwaltung ist seit Herbst 2008 aber intensiv darum bemüht, dass möglichst schnell in Atter/Atterfeld eine Breitbandversorgung angeboten wird. Dabei wurde von einem Anbieter eine Kostendeckungslücke von ca. 125000 Euro festgestellt.
„Lokale Anbieter haben Interesse am flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes zu Konditionen bekundet, die für die Stadt deutlich günstiger sind, als der im Rahmen der Landesinitiative angebotene Finanzierungsrahmen“, sagt Finanzvorstand Dr. Horst Baier. „Daher wird sich die Stadt Osnabrück nicht um eine Förderung im Rahmen der Breitbandinitiative des Landes Niedersachsen bewerben.“ (PA)