Karsten Baumann Neuer Trainer VFL VFL Osnabrück VFL Osnabrück neuer Trainer
Osnabrück/VfL Osnabrück: Eine Chance verdient
22. Juni 2009 | 18:21Neu-VfL-Trainer Karsten Baumann bittet am Mittwoch zum Trainingsauftakt.
In den letzten Wochen wurde an den Stammtischen viel spekuliert über Trainernamen und Spielerpersonal. Am Dienstag wurde nun endlich der neue Trainer Karsten Baumann der interessierten Öffentlichkeit von Sportmanager Lothar Gans und Präsident Dr. Dirk Rasch vorgestellt. Wichtig ist, dass Trainer und Mannschaft jetzt eine faire Chance bekommen, das VfL-Publikum zu überzeugen.
Der 39-jährige Karsten Baumann arbeitete bei seiner ersten Station als Trainer bis Ende April bei RW Erfurt in der 3. Liga und kann selber auf 261 Punktspiele für den 1. FC Köln und Borussia Dortmund zwischen 1988 und 2000 zurückblicken. Den Medien präsentierte sich der neue Coach ruhig und abgeklärt - ein sympathischer erster Eindruck. Baumann, der ursprünglich aus Oldenburg stammt und deshalb früher interessiert zur Bremer Brücke schaute, äußerte sich wie folgt:
Ziele: „Unser Ziel ist es, in der Vorbereitung eine schlagkräftige
Mannschaft auf die Beine zu stellen. Wir wollen es schaffen, eine gute Rolle in der Liga zu spielen. Es gibt aber einige andere Mannschaften, die auch das Ziel haben. Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst.“
Weitere Zugänge: „Wir hoffen, dass wir bis zum Trainingsauftakt am 24.6. noch einige Neuzugänge präsentieren können. Wenn nicht, ist uns nicht bange. Wir wollen Spieler verpflichten, die zu uns passen und nicht Spieler, die nur den Kader auffüllen. Wir wollen die Schlüsselpositionen mit erfahrenen Spielern besetzen und die mit einigen jungen Talenten garnieren.“
Trainerteam: „Das Team bleibt bis auf Markus Feldhoff so bestehen. Rolf Meyer bleibt mein Co.- und Torwart-Trainer, der hat große Erfahrung hier beim VfL.“
3. Liga: „Die 3. Liga ist mit der ehemaligen Regionalliga Nord, wo der VfL bis 2007 spielte, keinerlei vergleichbar. Die ersten zehn der 3. Liga könnten in der 2. Liga mithalten, wie man ja an Paderborn gesehen hat. Man muss sich der Schwere der Aufgabe bewusst sein. Jena wäre letztes Jahr als Zweitligaabsteiger fast abgestiegen. Unterhaching und Ingolstadt halte ich für Mannschaften, die oben mitspielen.“
Selbsteinschätzung: „Ich glaube, ich bin ein bisschen ruhiger wie der Pele, aber ich werde nicht die ganze Zeit auf der Bank sitzen. Ich werde mich nicht verstellen, Sie werden dann schon rauskriegen, wie ich bin.“
Seinen ersten Einsatz hat der Trainer am Mittwoch auf der Illoshöhe beim Trainingsaufgalopp. Um 10.30 Uhr ist Laktattest, um 16 Uhr Training auf dem Platz. Dort können die „Kiebitze“ die vielen Neuzugänge erstmalig begutachten. P.V.