Gedenkfeier mit Gedenkgang Gymnasium in der Wüste Progromnacht Veranstaltungsreihe „Zusammenleben – Vereinsamung â
Osnabrück - Gedenkveranstaltung am 9. November
5. November 2009 | 19:28Osnabrück. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland zahlreiche Synagogen. Jüdische Bürger wurden verfolgt, misshandelt oder ermordet, jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert. So auch in Osnabrück. In Erinnerung an die Opfer der Pogromnacht gestalten seit dem Jahr 2001 Osnabrücker Schulen die jährliche Gedenkfeier.
Osnabrück. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland zahlreiche Synagogen. Jüdische Bürger wurden verfolgt, misshandelt oder ermordet, jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert. So auch in Osnabrück. In Erinnerung an die Opfer der Pogromnacht gestalten seit dem Jahr 2001 Osnabrücker Schulen die jährliche Gedenkfeier.
In diesem Jahr hat das Gymnasium „In der Wüste“ diese Aufgabe übernommen. Als Thema für die Veranstaltung am 9. November um 16.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums „In der Wüste“ wählten die Schülerinnen und Schüler „Osteuropäische, jüdische Kultur und ihre Vernichtung durch die Schoa. So wie viele andere jüdische Gemeinden in Deutschland, hat auch die Gemeinde in Osnabrück, durch den Zuzug aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion einen erfreulichen Zuwachs auf nun rund 1000 Mitglieder erhalten. Warum aber sind die Menschen nach Osnabrück gekommen? Welche Erfahrungen und welche Kultur bringen sie mit? Diesen Fragen gehen die Schülerinnen und Schüler unter dem inhaltlichen Leitfaden „Zusammenleben – Vereinsamung – Hoffnung“ nach. Im Anschluss an die Gedenkfeier wird um 17.45 Uhr ein Gedenkgang zum Ort der zerstörten Synagoge an der Alten Synagogenstraße überleiten. Alternativ besteht die Möglichkeit, mit einem Einsatzbus vom Gymnasium „In der Wüste“ zur Alten Synagogenstraße zu fahren. Hier findet die Kranzniederlegung am Mahnmal Alte Synagoge und das Sprechen des jüdischen Totengebetes (Kaddisch) statt. Begleitet werden die zentralen Veranstaltungen am 9. November durch ein Rahmenprogramm, das die Möglichkeit bietet, sich mit weiteren Themen des Nationalsozialismus zu befassen. Neben Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen, Lesungen und Theateraufführungen finden sich hier auch Angebote über Führungen oder Zeitzeugengespräche. Zahlreiche Veranstaltungen eignen sich für die höheren Klassen der weiterführenden Schulen.Â
Nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind in einem Faltblatt nachzulesen, das in der Bürgerberatung und Tourist-Information erhältlich ist und an weiteren öffentlichen Orten ausliegt. Das Programm kann auch im Internet unter www.osnabrueck.de/friedenskultur heruntergeladen oder im städtischen Büro für Friedenskultur unter Telefon 0541/323-2287 angefordert werden.
Bustransfer Gedenkveranstaltung 9. November:
In diesem Jahr findet die Gedenkveranstaltung 9. November in der Aula des Gymnasiums „In der Wüste“ statt. Ein Bustransfer zur Kranzniederlegung am Mahnmal Alte Synagoge wird angeboten. Der Bus fährt unmittelbar nach der Gedenkveranstaltung vom Gymnasium „In der Wüste“, Kromschröderstraße, zum Arndtplatz. Nach der Kranzniederlegung fährt der Bus um 18.50 Uhr von der Haltestelle Arndtplatz zurück zum Gymnasium „In der Wüste“. Information unter 0541 323-2287. (PA)