„Blickpunkt“ Forum am Dom Bildhauer Friedrich Vornholt Diözesanmuseum Osnabrück Hochaltar der Osnabrücker Josephskirche
Osnabrück - Spuren hinterlassen
17. November 2009 | 10:43Osnabrück. Sein Hauptwerk ist der Hochaltar der Osnabrücker Josephskirche; aber darüber hinaus hat der Bildhauer Friedrich Vornholt nachhaltige Spuren im gesamten früheren Bistum Osnabrück bis hin nach Bad Segeberg in Schleswig-Holstein sowie Dassow in Mecklenburg hinterlassen.
Osnabrück. Sein Hauptwerk ist der Hochaltar der Osnabrücker Josephskirche; aber darüber hinaus hat der Bildhauer Friedrich Vornholt nachhaltige Spuren im gesamten früheren Bistum Osnabrück bis hin nach Bad Segeberg in Schleswig-Holstein sowie Dassow in Mecklenburg hinterlassen. Der Künstler wäre am 16. Oktober 100 Jahre alt geworden: für das Diözesanmuseum Osnabrück Grund genug, ihn in den aktuellen „Blickpunkt“ im Forum am Dom zu stellen. Der gebürtige Osnabrücker absolvierte seine Ausbildung von 1924 bis 1928 bei Ludwig Nolde in der seinerzeit bedeutendsten Werkstatt der Stadt. Insbesondere Noldes expressive Ausdrucksweise beeinflusste den Schüler nachhaltig, der nach der Lehre bis 1931 zum Meister Hermann Inhetvin ins Rheinland wechselte.
Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Berlin machte sich Friedrich Vornholt am 1. Oktober 1932 an der Iburger Straße 31 mit einem eigenen Atelier selbständig. Zu dieser Zeit organisierte der Kolping-Verband in Osnabrück noch eigene Kunstausstellungen, die Vorholt – selbst Kolping-Mitglied – ebenso wie dessen Kollegen Ludwig Nolde oder Walter Mellmann beschickte.
Während seiner Aufenthalte im Rheinland und in Berlin war der Kontakt nach Osnabrück nicht abgerissen, so dass er um 1930 einen Entwurf für den Hochaltar der 1917 eingeweihten Josephskirche vorlegte. Zwischen 1938 und 1941 realisierte er das Projekt bis auf die beiden Altarflügel, die er 1967 hinzufügte. (PA)