„Sumpf am Dom“ Diözesanmuseum Osnabrück Herrenteichslaischaft hochmittelalterlichen Herrenteiche Osnabrücker Stadt- und Kreisarchäologie
Osnabrück - Schachpartie am Herrenteich
24. November 2009 | 11:47Osnabrück. Aufklärung über den „Sumpf am Dom“ verspricht die Archäologin Ellinor Fischer in der Präsentation neuer Grabungsergebnisse im Diözesanmuseum Osnabrück: Im Zuge der Ausschachtungsarbeiten für die neue L+T-Tiefgarage hat sie die hochmittelalterlichen Fischteiche der Domherren entdeckt, die als Herrenteiche lange ein „Phantom“ der Stadtgeschichte waren.
Osnabrück. Aufklärung über den „Sumpf am Dom“ verspricht die Archäologin Ellinor Fischer in der Präsentation neuer Grabungsergebnisse im Diözesanmuseum Osnabrück: Im Zuge der Ausschachtungsarbeiten für die neue L+T-Tiefgarage hat sie die hochmittelalterlichen Fischteiche der Domherren entdeckt, die als Herrenteiche lange ein „Phantom“ der Stadtgeschichte waren.
Um 1400 trockengelegt und bebaut, tauchen die Fischteiche immer wieder in historischen Quellen auf, wobei ihre genaue Lage bislang unbekannt war. Bereits früher hatte die Osnabrücker Stadt- und Kreisarchäologie einen Domherrenhof am Ufer der Teiche ergraben, der interessante Funde barg. Diese sollen vom kommenden Donnerstag, 26. November an, in der„Blickpunkt-Vitrine“ des Diözesanmuseums gezeigt werden. Beim Pressetermin präsentierten Stadt- und Kreisarchäologe Bodo Zehm, Ellinor Fischer, Museumsdirektor Dr. Hermann Queckenstedt sowie der Wort- und Buchhalter der Herrenteichslaischaft, Detlef Wulfetange, wichtiges dieser Funde aus dem Alltag eines hochmittelalterlichen Domkapitulars.
Am Mittwoch, 25. November, wird Ellinor Fischer um 18 Uhr ihre Forschungsergebnisse zu den Herrenteichen und ihrem Umfeld in einem Vortrag im Forum am Dom, Domhof 12, vorstellen. Die Herrenteichslaischaft hatte die Aufarbeitung der Grabungsergebnisse finanziell gefördert. (PA)