„Umweltschoner gesucht“-Aktion Freitickets Umweltzone VOS
Osnabrück - „Umweltschoner-Aktion“
14. Dezember 2009 | 17:55Osnabrück. Die Resonanz auf die „Umweltschoner gesucht“-Aktion der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) hat alle überrascht. Viele Bewerber gaben sich vor allem bei der Begründung, warum sie einmal den Bus ausprobieren möchten, viel Mühe. „Da mussten wir nicht lange überlegen – wir haben die Anzahl der Freitickets auf 150 erhöht“, sagt Falko Lüders-Kubersky, verantwortlich für das Marketing in der VOS.
Osnabrück. Die Resonanz auf die „Umweltschoner gesucht“-Aktion der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) hat alle überrascht. Viele Bewerber gaben sich vor allem bei der Begründung, warum sie einmal den Bus ausprobieren möchten, viel Mühe. „Da mussten wir nicht lange überlegen – wir haben die Anzahl der Freitickets auf 150 erhöht“, sagt Falko Lüders-Kubersky, verantwortlich für das Marketing in der VOS. Ursprünglich sollten nur 100 Bewerber aus dem Landkreis in den Genuss einer freien Monatskarte für Januar kommen. Aufhänger der Aktion ist die Einführung der Umweltzone, die es ab dem 4. Januar 2010 auch in der Stadt Osnabrück gibt. Der Bus bietet hier eine Alternative, verbraucht er im Vergleich zum Auto pro Person doch nur etwa ein Achtel des Kraftstoffes. „Ich verkaufe im Frühjahr meinen Lupo, da kommt mir die Freifahrt gerade recht“, gab eine 78jährige Dame an. Von Fürstenau bis Dissen, Ostercappeln oder Georgsmarienhütte – alle Landkreisgebiete und alle Alterklassen waren bei den Bewerbungen vertreten. Alle eint der Wunsch, Umweltschutz und Mobilität auf angenehme und wirtschaftliche Weise miteinander zu verbinden. „Ich bin überzeugt, dass wir bis Ende Januar viele der Bewerber von unserem Verkehrsangebot langfristig überzeugen werden“, betonte Lüders-Kubersky.
Viele der Interessenten fahren heute noch mit dem Auto zur Arbeit – und möchten einfach mal ausprobieren, ob das Angebot der Unternehmen eine Alternative bietet. „Ich ärgere mich jeden Morgen über mich selbst, wenn ich alleine im Wagen sitze, nach wenigen Minuten an einer Bushaltestelle vorbeifahre, um dann erst im Stau zu stehen und anschließend auf Parkplatzsuche zu gehen, für den ich dann auch noch teuer bezahle“, heißt es von einer Bewerberin. Viele meldeten sich auch zunächst persönlich und waren nach einer kurzen Beratung überrascht, wie gut die Busanbindung aus der Region in die Stadt ist. Andere Familien überlegen aufgrund der Kosten, ihr Zweitauto abzuschaffen, und wollen hier einmal persönlich testen, wie der Alltag mit dem Bus funktioniert.
Viele praktische Gründe spielen eine Rolle, so hat sich ein Bewerber seiner Meinung nach schon „zu viele Knöllchen“ in Osnabrück eingehandelt, ein 18jähriger hat gerade den Führerschein gemacht, macht sich aber Gedanken, ob es nicht für sein Portemonnaie sinnvoller ist, doch auf den Bus zu setzen. (PA)