Life Quality Engineering Neuro-Synchrontrainer Neurozentrum Niedersachsen Praxistest WIGOS
Georgsmarienhütte - „Life Quality Engineering“
22. Dezember 2009 | 13:59Georgsmarienhütte. Innovationen gemeinsam voranbringen: Diesem Ziel haben sich Andreas Pieper, Peter Binder-Korscow und Michael Wendt verschrieben. Die drei vertreiben mit ihrem Unternehmen „Life Quality Engineering“ einen Neuro-Synchrontrainer, der beispielsweise Schlaganfall-Patienten helfen soll, sich wieder bewegen zu können.
Georgsmarienhütte. Innovationen gemeinsam voranbringen: Diesem Ziel haben sich Andreas Pieper, Peter Binder-Korscow und Michael Wendt verschrieben. Die drei vertreiben mit ihrem Unternehmen „Life Quality Engineering“ einen Neuro-Synchrontrainer, der beispielsweise Schlaganfall-Patienten helfen soll, sich wieder bewegen zu können. Das Besondere dabei: Das Trio kommt aus ganz unterschiedlichen Disziplinen – und nutzt eben dies als großen Vorteil. Den Anfang zur Entwicklung des Synchrontrainers machte Ergotherapeut Binder-Korscow. Der gelernte Maschinenbauer arbeitet seit Jahren daran, Medizin und Technik zusammenzubringen. Gemeinsam mit Pieper, dem Mann für die Zahlen bei „Life Quality Engineering“, will er seine Ideen im kürzlich gegründeten Unternehmen Wirklichkeit werden lassen. Der dritte im Bunde, Michael Wendt, ist hierzulande kein Unbekannter.
Wendt, Geschäftsführer von Wendt Maschinenbau, einem seit 1991 in Georgsmarienhütte ansässigen Unternehmen, ist für die qualitativ hochwertige Umsetzung der Ideen und Konstruktionen zuständig. Angefangen bei der Konstruktion, über die finanziellen Fragen bis hin zur Fertigung: Das Team von „Life Quality Engineering“ vereint alle nötigen Schritte von der Idee zum Produkt – und das in einem Netzwerk, in dem die Partner voneinander profitieren.
„Das Unternehmen ist ein hervorragendes Beispiel für das Funktionieren von Netzwerkarbeit, wenn sie richtig angepackt wird“, erklärt Erster Kreisrat Dr. Reinhold Kassing. „Life Quality Engineering“ bündele die Stärken ihrer Teilhaber und zeige, welche Vorteile man aus den Synergieeffekten ziehen könne, die in Netzwerken entstünden.
Und das angesprochene Netzwerk der drei Unternehmer geht sogar noch weiter: Im Bad Essener Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen wird das Gerät feingetunt und für den Alltagseinsatz vorbereitet – also quasi dem Praxistest unterzogen. „Wir wollen diese innovative Therapieform weiterentwickeln. Das Gerät erhöht die Motivation des Patienten, intensiv zu trainieren und an seine Leistungsgrenzen zu gehen. Wir sind von seinem Erfolg überzeugt“, berichten Privatdozent und Chefarzt Dr. Tobias Leniger und Hans-Jörg Kohorst, Verwaltungsdirektor der Rehabilitationsklinik.
„Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum und dem Team vom Neurozentrum Niedersachsen freut uns besonders, denn die Gesundheitswirtschaft ist eine der Schlüsselbranchen im Osnabrücker Land“, betont Kassing. „Wir werden den Netzwerk-Gedanken, übrigens nicht nur in der Gesundheitsbranche, auch weiterhin fördern.“
Dass diese gemeinsame Kooperation ein Paradebeispiel gelebter Vernetzung verschiedener Partner ist, finden auch die Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land mbH (WIGOS), Tobias Schmidt und Ansgar Pohlmann. Schließlich sei es Aufgabe der WIGOS, Kooperationen wie diese anzuschieben und besonderen Spaß macht es dann, „wenn am Ende auch ganz konkrete neue Projekte dabei herauskommen – so wie in diesem Fall“, so die WIGOS-Geschäftsführung. (PA)