Ausstellung „Hunde im Krieg – Hunde als Waffe“ Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum Gemeinschaftsprojektes Osnabrücker Museen und Kulturin Verwendung von Hunden in Konflikten
Osnabrück - „Hunde als Waffe“
26. Januar 2010 | 10:34Osnabrück. Die Ausstellung „Hunde im Krieg – Hunde als Waffe“, die vom 27. Januar bis 2. Mai im Erich Maria Remarque - Friedenszentrum gezeigt wird, zeichnet die Geschichte der Verwendung von Hunden in Konflikten nach. Die Schau wird am 27. Januar um 17.45 Uhr im Anschluss an die Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus von Oberbürgermeister Boris Pistorius eröffnet.
Osnabrück. Die Ausstellung „Hunde im Krieg – Hunde als Waffe“, die vom 27. Januar bis 2. Mai im Erich Maria Remarque - Friedenszentrum gezeigt wird, zeichnet die Geschichte der Verwendung von Hunden in Konflikten nach. Die Schau wird am 27. Januar um 17.45 Uhr im Anschluss an die Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus von Oberbürgermeister Boris Pistorius eröffnet. Der Leiter des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums, Dr. Thomas Schneider, führt als Kurator in die Ausstellung ein.
Die Präsentation bietet reich illustriert und anhand von Originalexponaten Informationen zur historischen Verwendung von Hunden im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg mit einem Ausblick auf die Gegenwart. Dabei steht die historische Aufarbeitung der Thematik für das 20. und 21. Jahrhundert ebenso im Mittelpunkt wie die Darstellung des Einsatzes von Hunden im Krieg - in den Medien, vor allem in Literatur, Comic und Film.
Die Ausstellung ist Teil des Gemeinschaftsprojektes Osnabrücker Museen und Kulturinstitutionen „Der Hund ist auch nur ein Mensch“, das seit Herbst 2009 das Thema „Hund“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
Bereits in der Antike wurden Hunde als Waffe in kriegerischen Auseinandersetzungen zur Unterstützung der Soldaten verwendet. Doch erst Ende des 19. Jahrhunderts konzentrierte man sich auf die speziellen Fähigkeiten von Hunden – ihren hoch entwickelten Geruchs- und Hörsinn. In den modernen Kriegen des 20. und 21. Jahrhunderts wurden und werden Hunde massenhaft eingesetzt und haben Bedeutung für die Kriegsführung bekommen.
Im Ersten Weltkrieg wurden Hunde von allen Kriegsparteien eingesetzt, vorrangig als Meldehunde, zur Bergung von Verwundeten, zum Verlegen von Telefonleitungen im Frontbereich, aber auch als Maskottchen. In diesem Zusammenhang besonders „verdienstvolle“ Hunde wurden mit Orden und Dokumenten ausgezeichnet. Insgesamt kamen circa 20000 Hunde zum Einsatz.
Diese Zahl verzehnfachte sich im Zweiten Weltkrieg, in dem Hunde über die aus dem Ersten Weltkrieg bekannten Funktionen hinaus auch eingesetzt wurden, um beispielsweise Panzer zu bekämpfen.
In den nationalsozialistischen Konzentrationslagern dienten Hunde zur Bewachung der Häftlinge, aber auch als Tötungsinstrument. Hunde – insbesondere der Deutsche Schäferhund – wurden so zu einem Symbol der nationalsozialistischen Unmenschlichkeit. SS-Mann und Schäferhund dienen in der Darstellung von Konzentrationslagern und Verfolgung bis heute als Sinnbild deutscher Barbarei.
Auch in zeitgenössischen Konflikten wie dem Irak- oder Afghanistan-Krieg werden weiterhin Hunde eingesetzt, wobei ihre Funktion von der Bergung und dem Objektschutz bis hin zu nicht genau definierten Aufgabenbereichen als „Personenspürhunde“ zum Beispiel bei den Truppen der Bundeswehr reicht. (PA)