erfasst und bewertet MRSA-Fälle Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System MRSA-Netzwerk Osnabrück Multiresistente Keime (MRSA) in Krankenhäusern
Osnabrück - Krankenhausinfektionen
16. Februar 2010 | 10:43Osnabrück. Multiresistente Keime (MRSA) in Krankenhäusern – ein Problem, das die Betreuung von Patienten vor immer größer werdende Probleme stellt. Nach Angaben des Robert Koch Institutes treten in Deutschland jährlich 500.000 bis 800.000 dieser "nosokomialen“, also stationär erlangten Infektionen auf.
Osnabrück. Multiresistente Keime (MRSA) in Krankenhäusern – ein Problem, das die Betreuung von Patienten vor immer größer werdende Probleme stellt. Nach Angaben des Robert Koch Institutes treten in Deutschland jährlich 500.000 bis 800.000 dieser “nosokomialen“, also stationär erlangten Infektionen auf. Eine Möglichkeit, gezielter dagegen vorzugehen, ist das Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS), mit dem MRSA-Fälle erfasst und bewertet werden. Den zweitägigen KISS-Einführungskurs, der erst zur Teilnahme am Überwachungssystem berechtigt, besuchten jetzt Mitglieder des MRSA-Netzwerks Osnabrück.
Besonderheit dabei: Das MRSA-Netzwerk Osnabrück, im vergangenen Jahr gegründet, ist deutschlandweit die erste Gruppe, die alle Krankenhäuser einer Region geschlossen für den Kurs angemeldet hat. Üblicherweise nehmen nur einzelne Krankenhäuser oder Einrichtungen teil. „Dass wir uns im Verbund um die Teilnahme am KISS-System bemühen, zeigt, dass die Netzwerkpartner in der Gesundheitsregion Osnabrücker Land bereit sind, neue Wege zu gehen“, freute sich der Erste Kreisrat Dr. Reinhold Kassing über die Anmeldung von 30 Vertretern von Akut- und Rehakliniken aus Stadt und Landkreis Osnabrück.
Doch welche Vorteile bringt KISS mit sich? Vereinfacht gesagt: Das kostenlose und von der Berliner Charité entwickelte Software-Paket ermöglicht eine genaue Erfassung von Problemkeimen in Krankenhäusern. Wo treten welche Keime auf? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Und wie kann man präventiv tätig werden? Auf diese und weitere Fragen gibt das System Antworten. „KISS kann zu einem echten Standortvorteil für die Gesundheitsregion Osnabrücker Land werden, so Dr. Gerhard Bojara, Leiter des Gesundheitsdienstes. (PA)