„Flächenheizung“ auf der Baustelle Bauarbeiten ohne Qualitätsverlust Landesgartenschau Bad Essen 2010
Bad Essen - „Roter Teppich“ ausgerollt
16. Februar 2010 | 10:48Bad Essen. Das anhaltende Winterwetter macht kreativ: Damit es angesichts des in knapp drei Monaten anstehenden Eröffnungstermins der Landesgartenschau Bad Essen 2010 auf der Baustelle trotz Schnee und Frost weitergeht, rollen die Bauverantwortlichen einen „Roten Teppich“ – eine sogenannte „Flächenheizung“- aus.
Bad Essen. Das anhaltende Winterwetter macht kreativ: Damit es angesichts des in knapp drei Monaten anstehenden Eröffnungstermins der Landesgartenschau Bad Essen 2010 auf der Baustelle trotz Schnee und Frost weitergeht, rollen die Bauverantwortlichen einen „Roten Teppich“ – eine sogenannte „Flächenheizung“- aus.
Dieses Gerät, das recht unspektakulär aus einem – ebenfalls roten – Aggregat, aus Schläuchen und Isoliermatten besteht, ermöglicht es, auch bei tiefem Frost den Boden soweit aufzutauen, dass Bauarbeiten in gewohnter Weise und ohne Qualitätsverlust durchgeführt werden können. Am vergangenen Montagmorgen nahmen die Mitarbeiter der GalaBau-Firma Boymann die Flächenheizung auf dem Gelände des Soleparks in Betrieb. „Derzeit werden rund 200 Quadratmeter beheizt.
Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Wegebau. Eis und Schnee müssen geschmolzen werden, um die notwendigen Pflasterarbeiten ausführen zu können“, erklärt Elmar Pröbsting, zuständig für Planen und Bauen bei der Landesgartenschau Bad Essen 2010 GmbH. Er rechnet mit sieben bis zehn Betriebstagen für die Heizung.
Für das Auftauen der jeweiligen Fläche wird ein 700 Meter langer Schlauch über dem Arbeitsbereich verlegt. Ein auf 80 Grad erwärmtes Wasser-Glykol-Gemisch wird hindurch geleitet. Damit die Wärme gezielt in den Boden gelangt, wird der Arbeitsbereich mit roten Isolierplanen – dem „Roten Teppich“ - abgedeckt. Nach
Angaben des Herstellers dringt bis zu 94 Prozent der Heizleistung in das Erdreich ein, eine energiesparende Methode. Um 400 Quadratmeter Arbeitsfläche bis zu einem Meter tief aufzutauen, wären lediglich drei Tage erforderlich.
(PA)