16. Osnabrücker Blueslawine Bluesverstärker e.V. Haus der Jugend internationales Programm
Osnabrück - 16. Osnabrücker Blueslawine
16. Februar 2010 | 10:54Osnabrück. Bereits zum 16. Mal ziehen die Bluesverstärker, ein gemeinnütziger Verein von Anhängern der 12-Takt-Musik, am 6. März im Haus der Jugend den Vorhang auf. Allen aktuell diskutierten Sparmaßnahmen im Kulturbereich zum Trotz haben die Bluesfreunde einmal mehr ein hochwertiges internationales Programm auf die Beine stellen können.
Pünktlich um 20 Uhr wird der farbige Sänger Big Daddy Wilson Blount aus einem kleinen Ort in North Carolina, USA, die 16. Lawine lostreten. Big Daddy Wilson kam als Soldat nach Deutschland und hatte damals noch nicht den Blues im Gepäck. Den hat er nach eigenem Bekunden erst in Deutschland kennengelernt: “Blues? Ich wusste nicht, was das ist; aber hier fand ich mit dem Blues etwas, was mir mein Leben lang gefehlt hat”.
Begleitet wird Big Daddy Wilson vom kanadischen Gitarristen, Sänger und Songschreiber Dave Goodman aus Victoria in British Columbia. Goodman lebte eine Zeit lang in Nordkalifornien und war eine feste Größe in der Blues-Szene der Bay Area. Seit 1998 hat sich Dave Goodman in Bremen niedergelassen.
Den zweiten Part des Abends übernimmt die Peter Nande Band aus Dänemark. Ihr Bandgründer Nande ist Sänger und Harp-Spieler. Zu diesem Instrument fand er als Sechzehnjähriger durch die Musik der Blueslegenden Sonny Terry & Brownie McGhee. Zu seiner Band gehören der Gitarrist Ronni Busack-Boysen, Peter Lapiki an den Keyboards, Henrik Poulsen am Bass und Tim Lothar Petersen am Schlagzeug sowie Kasper Vegeberg, ebenfalls an der Gitarre. Die beiden letzteren sind dem Stammpublikum der Blueslawine noch aus dem Jahre 2004 in bester Erinnerung, als sie mit der inzwischen aufgelösten Band “Lightnin’ Moe & His Peace Disturbers” zur 10. Lawine einen unvergesslichen Auftritt hatten.
Der Abschluss und als Höhepunkt des Abends gedacht, ist dem Osnabrücker Eigengewächs 5 Live vorbehalten. Im letzten Jahr hatten sich die fünf Musiker (daher der Bandname) für einige Tage in einem Haus am Ratzeburger See eingemietet und dort in sehr familiärer Atmosphäre in der Küche das Album „In The Kitchen” eingespielt. Aus Osnabrück angereist waren damals Tommy Schneller, Saxofon und Gesang; Ollie Gee, Bass und Moritz Fuhrhop, Tasteninstrumente. Aus Wuppertal gesellten sich der Gitarrist und Sänger Henrik Freischlader sowie aus Hamburg Mickey Neher am Schlagzeug zu den drei Osnabrückern.
Wie die Bluesverstärker e.V. betonen, unterstreichen die Lawinen stets ihren deutlichen Bezug zu Osnabrück als heimlicher Blueshauptstadt. Etliche Musiker haben ihre ersten Schritte in Osnabrück gemacht, andererseits spielen international renommierte Künstler mit Osnabrücker Bluesmusikern. Weitere Infos, Hörproben und VVK-Stellen unter www.blueslawine.de R.A.H.