ahrmarkt Osnabrück Karussell Kinder und Familien Sonderausstellung
Osnabrück - Hoch hinaus und rund herum
21. Juni 2010 | 09:59Osnabrück. „Jahrmarkt Osnabrück“, geschrieben mit roten Glühbirnen, und ein Karussell empfangen die Besucher der Sonderausstellung „Hoch hinaus und rund herum – Von Kirchmess und Jahrmarkt“ im Museum Industriekultur. Auch der „Hau den Lukas“ und das Dosenwerfen springen sofort ins Auge. „Wir haben die Ausstellung speziell für Kinder und Familien geplant“, sagt Barbara Kahlert, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Deshalb dürfe dort auch viel angefasst und ausprobiert werden. Das Karussell mitten in der Ausstellungshalle dreht sich bei dezenter Kirmesmusik und lädt die Besucher zum Mitfahren ein. „Etwa hundert Jahre ist das Karussell alt, das jährlich auch auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt zu Gast ist“, sagt Kahlert.
Osnabrück. „Jahrmarkt Osnabrück“, geschrieben mit roten Glühbirnen, und ein Karussell empfangen die Besucher der Sonderausstellung „Hoch hinaus und rund herum – Von Kirchmess und Jahrmarkt“ im Museum Industriekultur. Auch der „Hau den Lukas“ und das Dosenwerfen springen sofort ins Auge. „Wir haben die Ausstellung speziell für Kinder und Familien geplant“, sagt Barbara Kahlert, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Deshalb dürfe dort auch viel angefasst und ausprobiert werden.
Das Karussell mitten in der Ausstellungshalle dreht sich bei dezenter Kirmesmusik und lädt die Besucher zum Mitfahren ein. „Etwa hundert Jahre ist das Karussell alt, das jährlich auch auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt zu Gast ist“, sagt Kahlert.
Früher wurde es von fünf Männern angeschoben und etwas später zog ein Pferd es im Kreis herum. Heute kann man durch ein Glasfenster den Original-Motor des Karussells betrachten.
Die Geschichte des Osnabrücker Jahrmarktes lässt sich bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen: Denn schon damals wurde Buch geführt über das Standgeld der Händler. Auch Listen, Briefe und Plakate geben Aufschluss darüber, wie sich der Jahrmarkt entwickelt hat. Im Nebenraum sind alte und neue Fahrgeschäfte einander gegenüber gestellt: Raupenbahn, Autoscooter, Riesenrad. In Kettenkarussellsitzen können die Besucher 40 Jahre Kirmesgeschichte in Bildern (seit 1950) Revue passieren lassen.
Geplant ist außerdem noch ein Interview über das Leben einer Schaustellerin, die allein in der dritten Klasse 20 verschiedene Schulen besuchte. Auch die mechanische Puppe mit der Glocke, die auf die Schausteller aufmerksam machen sollte, ist ständig mit umhergezogen. Guckkastenmänner zeigten Bilder aus fernen Ländern und von exotischen Tieren. Andere erzählten Märchen oder boten Filme und Shows an, die die Menschen zum Staunen brachten.
Doch es gibt noch mehr Jahrmarkts-Attraktionen in der Ausstellung: In Zerrspiegeln sieht man sich mal groß, klein, dick oder dünn und am „dunkelsten Ort von Osnabrück“ sieht man nichts – es ist ein Labyrinth ohne Licht. Die Sonderausstellung „Hoch hinaus und rund herum – Von Kirchmess und Jahrmarkt“ ist noch bis zum 24. Oktober 2010 im Magazingebäude des Museums Industriekultur, Süberweg 50a in Osnabrück, zu sehen. Geöffnet ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.
Der Eintritt beträgt 3,50 Euro für Erwachsene, ermäßigt 2 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr ist der Eintritt frei. Mzh