Professorin an der Universität Osnabrück Professorinnenprogramm für Gleichstellungskonzepts Sprachwissenschaftlerin Dr. Christina Noack
Osnabrück - Zusage für Osnabrück
20. Juli 2010 | 09:56Osnabrück. Die 200. Zusage aus dem von Bund und Ländern gemeinsam geförderten Professorinnenprogramm erhält die Sprachwissenschaftlerin Dr. Christina Noack. Die Universität Osnabrück hat die Professorin für Didaktik der deutschen Sprache/Schwerpunkt Grundschule im Rahmen einer Regelberufung ernannt.
Osnabrück. Die 200. Zusage aus dem von Bund und Ländern gemeinsam geförderten Professorinnenprogramm erhält die Sprachwissenschaftlerin Dr. Christina Noack. Die Universität Osnabrück hat die Professorin für Didaktik der deutschen Sprache/Schwerpunkt Grundschule im Rahmen einer Regelberufung ernannt. Die Professur inklusive weiterer Stellen für das Team und Sachmittel werden für fünf Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Niedersachsen gemeinsam mit 150000 Euro pro Jahr gefördert.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan gratulierte am Donnerstagabend (8. Juli) in Berlin Prof. Dr. Christina Noack zu ihrer Berufung. „Professorinnen wie Sie sind wichtige Rollenvorbilder für die wissenschaftliche Karriere junger Frauen. Ihre Berufung zeigt, dass es uns mit unserem Programm gelingt, mehr Spitzenpositionen in Wissenschaft und Forschung mit Frauen zu besetzen. Ich freue mich, dass die an dem Programm beteiligten Hochschulen Chancengleichheit als wichtiges Element ihrer Profilbildung ansehen“, sagte Schavan.
Prof. Noack hat Allgemeine Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Osnabrück studiert und im Jahre 2000 ihre Promotion mit dem
Thema „Regularitäten der deutschen Orthographie und ihre Deregulierung“ abgeschlossen. Anschließend war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der PH Freiburg und Lehrkraft für besondere Aufgaben an der TU Braunschweig. 2007 erhielt sie einen Ruf als Professorin für „Sprachwissenschaft/ Sprachdidaktik des Deutschen“ an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Seit April 2010 ist sie Professorin für die „Didaktik der deutschen Sprache mit dem Schwerpunkt Grundschule“ an der Universität Osnabrück. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Rechtschreibdidaktik und im Grammatikunterricht.
Die Förderung im Professorinnenprogramm setzt eine positive Begutachtung des Gleichstellungskonzepts der sich bewerbenden Hochschule voraus. „Hier haben wir sehr gut abgeschnitten. Auf der Grundlage einer umfassenden Stärken-Schwächen-Analyse wurde deutlich, dass die strukturelle Verankerung der Gleichstellungsarbeit an der Universität Osnabrück ausgesprochen hoch ist“, erläutert Prof. Dr. May-Britt Kallenrode, Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung. Die Begutachtung erfolgte durch ein unabhängiges Expertengremium.
Die Mittel, die durch die Finanzierung der Stelle durch das Professorinnenprogramm im Haushalt der Universität Osnabrück frei geworden sind, werden für zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen eingesetzt. „An der Universität Osnabrück legen wir ein Mentoring- und Coachingprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen auf. Außerdem bieten wir Führungskräftetrainings für Professorinnen und Veranstaltungen zur Gendersensibilisierung an. Darüber hinaus wird die eingeworbene Professur mit einer zusätzlichen Stelle ausgestattet“, so die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Sabine Jösting. (PA)