Bakterium Infektionsgefahr Zecken
Osnabrück - Wenn die Zecken lauern
24. August 2010 | 11:31Osnabrück. Im Osnabrücker Land lauern die Zecken jetzt wieder. Da die Infektionsgefahr in Wäldern, aber auch in Gärten und städtischen Parkanlagen groß ist, raten Ärzte zu erhöhter Vorsicht. „Bis zu einem Drittel der Zecken sind mit einem spiralförmigen Bakterium infiziert, den Borrelien“, erläutert Dr. Michael Wehmeier, leitender Oberarzt am Institut für Laboratoriumsmedizin, Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück.
Osnabrück. Im Osnabrücker Land lauern die Zecken jetzt wieder. Da die Infektionsgefahr in Wäldern, aber auch in Gärten und städtischen Parkanlagen groß ist, raten Ärzte zu erhöhter Vorsicht.
„Bis zu einem Drittel der Zecken sind mit einem spiralförmigen Bakterium infiziert, den Borrelien“, erläutert Dr. Michael Wehmeier, leitender Oberarzt am Institut für Laboratoriumsmedizin, Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück.
„Beim Joggen, Wandern, Arbeiten im Garten und im Wald können sich Zecken leicht anheften, stechen und die für Arterhaltung lebensnotwendige Blutmahlzeit anstreben.“ Wer sich in der Natur aufgehalten hat, sollte sich immer ganz genau nach Zecken am Körper absuchen. Dr. Wehmeier rät, die Zecke mit einer Pinzette immer ganz vorne anzufassen und sie ohne Quetschen zu entfernen. Im Zweifelsfall sei ein Arzt aufzusuchen: „Eine rechtzeitige Enfernung der Zecke kann eine Übertragung der gefährlichen Borrelien auf den Menschen dann oft verhindern.“
Kommt es dennoch zu einer Infektion, so entwickelt sich am häufigsten lokal um die Einstichstelle eine Hautrötung, die sogenannte Wanderröte. Sie wird zum Teil sehr groß, kann jucken und schmerzt meist nicht. Außen ist die Rötung stärker als innen. Eine Antibiotika-Therapie in diesem frühen Stadium verspricht hohe Erfolgsaussichten und trägt dazu bei, spätere Komplikationen zu verhindern. Beispiele für solche Komplikationen sind Gelenkentzündungen und der Befall des Nervensystems.
Erkannt werden kann die Borreliose an den typischen Beschwerden und der Krankengeschichte: Die kreisförmige entzündliche Rötung rund um die Einstichstelle kann dabei wegweisend sein.
Im Zweifel ist eine Blutuntersuchung sinnvoll. Dabei werden Antikörper gegen die auslösende Bakterienart im Blut nachgewiesen. Die richtige Bewertung der Ergebnisse erfordert eine gewisse Erfahrung. (PA)