Abschied Abzug der Briten Parade
Parade: Briten sagen „Goodbye“ aus Osnabrück
20. Juli 2008 | 19:56"Freedom of the City“ wegen Gewitterschauer nach 45 Minuten vor dem Zapfenstreich abgebrochen.
Der Abschied naht immer mehr: Gestern verabschiedeten sich die britische Soldaten offiziell in Osnabrück unter dem Motto „Freedom of the City“ vor dem Rathaus mit einer Militärparade, der 28. und letzten. Sogar der Himmel öffnete alle Schleusen, als Oberbürgermeister Boris Pistorius die Truppen abschritt und das Abschiedsgeschenk, ein Schwert, von Brigadegeneral Julian Free entgegennahm. Wegen Gewitters wurde die britische Fahne sogar nicht mehr offiziell eingeholt.
Die Truppen, also rund 3000 Soldaten, ziehen bis Ende des Jahres aus Osnabrück ab. Weihnachten wird es kaum noch einen uniformierten Soldaten der Royal Army in der Stadt geben. „It´s time to say goodbye“, so Mike Whithurst, der Pressesprecher der britischen Armee in Deutschland. Unter dem Abzug „der Engländer“ leiden auch Osnabrücker Bürger. 500 zivile Arbeitsplätze gehen verloren. Mit der feierlichen Parade und dem Zapfenstreich geht eine 63 Jahre alte Geschichte zu Ende. Osnabrück wurde gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im Frühjahr 1945 von den Briten besetzt. Zeitweilig war Osnabrück mit mehr als 10000 Soldaten sogar die größte britische Garnison außerhalb des Mutterlandes. Bis Ende März 2009 werden nun alle Kasernenanlagen zurückgegeben.
Oberbürgermeister Boris Pistorius hob die Freundschaft in seinem Grußwort hervor. „Als Freunde werden sie 2009 die Stadt verlassen. Ich hoffe, dass sie „Die Friedensstadt“ Osnabrück in guter Erinnerung behalten werden. So sehr wir den Abzug der britischen Streitkräfte auch bedauern, so bietet er doch eine große Chance für die Stadtentwicklung.“ P.V.
Im kräftigen Gewitterschauer nahm Oberbürgermeister Boris Pistorius (Mitte) gestern Nachmittag, das Abschiedsgeschenk von Brigadier Julian Free (links) entgegen. Foto: Vorberg
