Ibbenbüren Mittelaltermarkt
„Kramer, Zunft & Kurtzweyl“ wieder zu Gast
4. August 2008 | 10:22Buntes mittelalterliches Markttreiben am 9. und 10. August in Ibbenbüren.
Sie verstehen ihr Geschäft fürwahr, denn die Ausrichtung mittelalterlicher Spectaculi ist ihre Profession, vernehmt es wohl. – An den konsequenten Gebrauch der mittelalterlichen Sprache müssen sich Besucher der von „Kramer, Zunft & Kurtzweyl“ veranstalteten mittelalterlichen Märkte gewöhnen. Wenn man sich aber einmal mehrere Stunden auf einer solchen Veranstaltung aufhält, merkt man schnell, dass es viel Spaß macht, sich selbst dieser heute so fremd klingenden Sprache zu bedienen. „Kramer Zunft und Kurtzweyl“ inszenieren seit 28 Jahren mittelalterliche Spektakel, um die Kultur dieser Zeit „möglichst authentisch und mit viel Liebe zum Detail“ aufleben zu lassen. Am 9. und 10. August gibt die Marketender- und Gauklertruppe wieder eines ihrer originell-bunten Gastspiele auf dem Christuskirchplatz in Ibbenbüren. An die 100 Akteure erwecken an 30 Ständen ein buntes, mittelalterliches Markttreiben zum Leben: Schmied und Goldschmied, Korbflechter, Seiler und Zinngießer stellen ihr Handwerk vor. Bronze-, Gewürz- und Edelsteinhändler bieten ihre Waren zum Kauf. Garbräter, Bäcker und Tavernenwirte sorgen für das leibliche Wohl. Im authentischen Rahmenprogramm präsentiert sich das Mittelalter geschäftig, bunt und nur ein wenig finster: Mittelalterliche Figuren wie Schalksnarr, Herold oder Büttel treten im Marktgeschehen auf und sorgen so für ein hautnahes Erleben dieser sonst eher fernen Epoche. Zeitgenössische Unterhaltung für Jung und Alt bieten das Puppentheater „Fadenreych“ und die Gaukler-Truppe „Radugas“, die mit Zauberei und Jonglage begeistert. Die „Badischen Schwertspieler“ bauen rund um die Christuskirche ihr Ritterlager auf, lassen Besucher in die Zelte schauen und präsentieren ihre Kampfkünste mit Schwert und Schild. Musikalisch begleitet wird der Markt von „LaMarotte“ und dem Barden Ludmillus, die – begleitet von Sackpfeifen, Schalmei und Laute – lieblichen Minnesang aber auch derbe Sauf- und Rauflieder zu Gehör bringen. Der Markt wird am Freitag um 11 Uhr feierlich eröffnet und endet am Sonntag um 19 Uhr mit dem Ruf der Nachtwächter: „Dreen mal tönt das Horn / der Ruf der Nachtwächter schallt über den Plan / launig jedermann gemahnend / daß itzt die rechte Zeit wär / den heimisch Strohsack aufzusuchen.“ Am Eingang wird ein „Kulturtaler“ in Höhe von vier Euro erhoben. Kinder unter Schwertmaß (1,38 Meter) sowie „mittelalterlich korrekt Gekleidete“ haben freien Eintritt. Das komplette Programm im Internet unter www.kzk.de. H.L.辌nn gemahnend / daß itzt die rechte Zeit wär / den heimisch Strohsack aufzusuchen.“ Am Eingang wird ein „Kulturtaler“ in Höhe von vier Euro erhoben. Kinder unter Schwertmaß (1,38 Meter) sowie „mittelalterlich korrekt Gekleidete“ haben freien Eintritt. Das komplette Programm im Internet unter www.kzk.de. H.L.
„Kramer Zunft und Kurtzweyl“ erwecken ein mittelalterliches Markttreiben zum Leben. Foto: privat
Kinder „unter Schwertmaß“ sind vom „Kulturtaler“ befreit. Fotos: Luck

