Ab 01. Januar 2009 Pflicht gestiegene Nachfrage Solarheizungen
Solarheizungen werden bei den Deutschen immer beliebter
25. August 2008 | 10:07Im ersten Halbjahr 2008 wurden in Deutschland rund 60000 Solarheizungen verkauft. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) stieg die Nachfrage gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um über 50 Prozent. Ursache für die stark zunehmende Nachfrage nach Solarkollektoren ist nach Verbandseinschätzung die Belastung der Verbraucher durch die rasant gestiegenen Öl- und Gaspreise. Verbesserte staatliche Förderkonditionen hätten die Nachfrage weiter angeheizt.
Im Neubau wird die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien ab dem 1. Januar 2009 zur Pflicht. Über das Marktanreizprogramm der Bundesregierung wird der Einbau von Heizungen auf der Basis regenerativer Energien weiterhin großzügig gefördert. Insgesamt stehen bis zum Jahr 2012 jährlich finanzielle Mittel von bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung. Der BSW-Solar informiert Verbraucher kostenlos rund um das Thema Solarwärme über die Internetdienste www.solarwaerme-jetzt.de und www.solarfoerderung.de.
Das Bundesumweltministerium fördert Solarheizungen als eine technisch ausgereifte Möglichkeit, mit der Kraft der Sonne Warmwasser und Raumwärme zu erzeugen und damit die Abhängigkeit von Öl und Gas deutlich zu reduzieren. Insgesamt nehmen nach Angaben des BSW-Solar bereits drei Millionen Menschen in Deutschland die Energiegewinnung selbst in die Hand.
Sie wohnen in Häusern mit einer Solaranlage und nutzen Solarenergie für die Wärme- oder Stromgewinnung.
Um den Verbrauchern den Umstieg auf eine neue Heizungsanlage zu erleichtern, bezuschusst die Bundesregierung regenerative Wärmetechnologien im Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien seit Jahresbeginn mit erhöhten Investitionskostenzuschüssen. Beim Austausch einer alten Heizung durch eine effiziente Solarheizung mit 15 Quadratmetern Kollektorfläche winken einem Eigenheimbesitzer Zuschüsse von bis zu 3 400 Euro.
„Bei der solaren Heizungsmodernisierung kann der Brennstoffbedarf häufig halbiert werden“, so Körnig. „Ist die Anlage einmal in Betrieb, gibt’s die Sonnenwärme zum Nulltarif. Das macht sich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar und freut die Haushaltskasse.“
Derzeit liegen die Heizölpreise rund 40 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Eine Entspannung bei den Energiepreisen sei nicht in Sicht, so das jüngste Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. So würden die Preise fossiler Energieträger auch weiterhin langfristig steigen. Die Energieexperten rechnen insbesondere mit einem kurzfristigen Anstieg der Gaspreise. (PA)
Bei den derzeitigen Strompreisen sind Solarheizungen mehr als nur eine Alternative. Foto: privat
