Dissen geplantes Braunkohlekraftwerk Umweltgespräch mit Christian Dürr
Umweltgespräch mit Christian Dürr in Dissen
20. Oktober 2008 | 09:54Geplantes Braunkohlekraftwerk sorgt für Aufregung.
Das in Dissen geplante und umstrittene Braunkohlestaubkraftwerk (BKS) nahm die FDP Osnabrück-Süd zum Anlass, Christian Dürr als umweltpolitischen Sprecher und Mitglied des niedersächsischen Landtages zu einem Gespräch vor Ort mit Betroffenen einzuladen. Neben den Vertretern der FDP nahmen auch der Vorsitzende und der Sprecher des Vereines für eine lebenswerte Umwelt e.V. sowie die Betreiber und Eigentümer des Campotels in Bad Rothenfelde teil. Weitere am Verfahren Beteiligte aus der Verwaltung oder der Bauherr waren eingeladen, nahmen aber nicht teil.
Der Dissener Bürgermeister meldete sich unter Hinweis auf terminliche Gründe ab, verwies aber auf einen noch stattfindenden „runden“ Tisch. Der Bauherr avisierte in einem vorangegangenen Telefongespräch die Inbetriebnahme Ende November dieses Jahres. Der Sprecher des Vereines, Janosch Kisch, zeigte den Verfahrensstand sowie die aktuellen Aktivitäten des Vereines auf. Er kritisierte die unzureichende Prüfung der Unterlagen auf Amtsseite, die zur Genehmigung führte.
Gleichzeitig formulierte er in Richtung von Christian Dürr die Forderung, dass die Politik endlich Verantwortung übernehmen müsse. Dieser unterstrich, dass die Politik lediglich den rechtlichen Rahmen schaffe. Herr Bosch vom Campotel zeigte sich besorgt über die psychologische Wirkung auf Gäste der Region. Wie werden seine bis zu über 1000 Gäste reagieren, wie werden sich die Übernachtungszahlen entwickeln? (PA)
Jan-Michael Jasper, Christian Dürr, Günter Skibba (v.l.) bei der Umweltdiskussion in Dissen. Foto: privat
