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Projekt: Schulsportassistentinnen für den Mädchenfußball
9. Februar 2009 | 11:1517 Schülerinnen der Klassen 8 bis 10 ließen sich in Osnabrück ausbilden.
Dass Jungen mehrheitlich in Deutschland den Fußball lieben, ist hinlänglich bekannt. Aber nicht nur Jungen sondern auch immer mehr Mädchen, im Speziellen mit Migrationshintergrund, freuen sich auf den Kick mit dem Ball. Das beobachtete der DFB und initiierte 2006 ein Projekt, dass den Mädchenfußball förden soll und Mädchen mit Migrationshintergrund mehr und mehr in die Vereine integrieren hilft.
Bastian Kuhlmann von der Universität Osnabrück, der das Projekt deutschlandweit betreut, zum Beispiel in sozialen Brennpunkten in Berlin, Hamburg oder Duisburg, zeigt sich begeis-tert. „Das ist richtig gut angelaufen. Man merkt, dass sich da richtig was bewegt.“
Das Projekt fördert die Zusammenarbeit von Schule und Verein, das Angebot von Mädchenfußball in schulischen Arbeitsgemeinschaften, die Ausbildung der so dringend gesuchten weiblichen jugendlichen Betreuerinnen zu Schulsportassis-tentinnen (Vereinstrainerinnen) und die Durchführung von lokalen Schulfußballturnieren in Grundschulen.
Von Mittwoch bis Freitag fand an der Stüweschule in Schinkel die erste Ausbildung für Schulassistentinnen in Osnabrück statt. 17 Schülerinnen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren erhielten wichtige Tipps in Theorie und Praxis, um später selbstständig Schulfußball-Ag´s für Mädchen leiten zu können.
„Drei Schwerpunkte wurden gesetzt“, erklärt Kuhlmann. „Wie baut man eine Übungsstunde gut auf?, Wie versorgt man vor Ort als Ersthelfer Verletzungen? Und wie verhält es sich mit der Aufsichtspflicht? Die 40 Stunden sind der erste Baustein für eine C-Lizenz.“
Anna Rogatsch (16) und Ashton Ruse (15), beide bei Spvg. Haste aktiv, waren begeis-tert bei der Sache. „Man kann gute Erfahrungen mit Kindern sammeln und man lernt organisieren und anzuleiten. Mit den Kindern macht das viel Freude!“
In Zukunft soll nach den Projektleitern um Bastian Kuhlmann und Julika Vosgerau zweimal pro Jahr eine solche Ausbildung stattfinden. Anmeldungen und Infos gibt es über die UNI Osnabrück, Kontakt julika.vosgerau@uni-osnabrueck.de. P.V.
Anna Rogatsch (l.) und Ashton Ruse lernten, wie man bei Kindern den Spaß am Fußball weckt. Foto: Vorberg
