2. Bundesliga Abstiegskampf Bernd Reisig Commerzbank-Arena FC Ingolstadt FSV Frankfurt Fußball Koblenz Osnabrück Pele Wollitz Schicksalsspiel VFL
Gute Nerven sind ab heute gefragt
23. Februar 2009 | 11:23VfL Osnabrück spielt dreimal hintereinander gegen direkte Konkurrenten.
Schicksalsspiel, Abstiegskracher, richtungsweisende Partie - die Wortserie könnte man beliebig fortsetzen, wie man das heutige Aufeinandertreffen des VfL Osnabrück mit dem FSV Frankfurt, Anstoß 14 Uhr, Commerzbank-Arena Frankfurt, bezeichnen will. Eins steht fest: Wer von den beiden Mannschaften verliert, der bekommt in den kommenden Wochen so richtig Probleme im Abstiegskampf.
Die Fakten: Sowohl der VfL als 15. als auch Frankfurt als 14. haben 20 Punkte auf ihrem Konto, zwei mehr wie Rostock (17.) und Koblenz (16.). Der VfL kam nicht so gut aus der Winterpause, sammelte in zwei Heim- und einer Auswärtspartie einen Zähler. Frankfurt dagegen startete furios mit einem 4:0 gegen Ahlen, einem 3:1 in Koblenz und einem 0:0 in Fürth.
Angesichts der Bedeutung für den VfL, der am kommenden Sonntag mit dem FC Ingolstadt ein weiteres Kellerkind empfängt und danach zum Drittletzten Koblenz reisen muss, darf sich Trainer „Pele“ Wollitz darüber freuen, dass ihm unter der Woche erstmals der gesamte Kader bei den Trainingseinheiten zur Verfügung stand. Wer heute aufläuft, darüber kann man beim wechselfreudigen Coach jedoch mal wieder nur spekulieren. Wohlmöglich gibt Thomas Cichon sein Comeback in der Innenverteidigung.
Diese „Baustelle“ gilt es dringend zu beheben. Die „VfL-Wackeldefensive“ ist sicherlich ein Produkt von immer neuen Formationen im Abwehrzentrum und im defensiven Mittelfeld. Bei den drei VfL-Siegen war einmal Omodiagbe und zweimal Anderson der Partner von Cichon als Innenverteidiger.
VfL-Coach Wollitz ist trotz des schlechten Rückrundenstarts optimistisch. „Jetzt kommen Mannschaften auf Augenhöhe. Da müssen wir selbstbewusst heran gehen. Jetzt sind Teamgeist und Charakter gefordert und die haben wir, wenn es wichtig wurde, immer gezeigt.“
Die FSV-Verantwortlichen erwarten heute einen heißen Tanz. „Osnabrück wird sich mit Händen und Füßen wehren“, sagt Manager Bernd Reisig, der sich nach dem Hinspiel den Unmut von Wollitz und anderen mit der Aussage „in Osnabrück herrschen kriegsähnliche Zustände“ zuzog. Angst haben die Frankfurter nicht. „Wir haben gutes Selbstvertrauen“, sagt der Manager. Und auch, dass die Mannschaft zuletzt hinten dicht hielt, macht ihn hoffnungsfroh: „Das ist eine neue Qualität.“
Info: VfL-Trainer Wollitz wird heute Abend im NDR-Sportclub zu Gast sein. Wenige Stunden nach dem wichtigen Spiel in Frankfurt steht der VfL-Trainer Moderator Stephan Schiffner Rede und Antwort. Wollitz fliegt zu diesem Zweck nach Spielende von Frankfurt nach Bremen. Die beliebte N3-Sendung beginnt um 22.45 Uhr. P.V.